Lazy Friday:
Lazy Friday: Die irrsten Fehlermeldungen Teil II

von Lars Bube (lars.bube@crn.de)

06.11.2008

Letzte Woche haben wir Ihnen an dieser Stelle die verrücktesten Fehlermeldungen vorgestellt, die der PC im Alltag bringen kann. Doch wer glaubt, damit schon alles gesehen zu haben, ist auf dem Holzweg: Sehen Sie Teil II der irrsten Fehlermeldungen am PC – und Mac:

(Fortsetzung des Artikels von Seite 9)

Wenn am Rechner mal wieder eine völlig kryptische Warnmeldung auftaucht, ist man schnell versucht, Microsofts Windows dafür verantwortlich zu machen. Doch ganz so einfach ist es nicht. Auch andere Betriebssysteme, Programme und Rechner unterhalten uns immer wieder mit völlig sinnlosen Anfragen und Anmerkungen. Wie das Bild zeigt, muss sich zum Beispiel auch Apple nicht vor Microsoft verstecken, hat man doch selbst eine breite Palette an wirren Fehlermeldungen in Petto:


Suaheli für Anfänger

Ein besonderes Problem scheint Apple dabei mit fremden Sprachen und Zeichen zu haben. Es kann ja mal vorkommen, dass man die ein oder andere Sprache nicht beherrscht – aber was hilft es dann, den fehlenden Wortschatz und Zeichensatz durch kryptische Symbole zu ersetzen? Dann kann das System doch auch gleich auf (Fach-) Chinesisch antworten.


Bitte sortieren Sie ihr Sprachzentrum neu

Also mal ehrlich, liebe Applefreunde: Da hätte man doch lieber gleich Windows in der traditionell spanischen Sortierung installieren sollen. Wenn man sich allerdings gar nicht für eine der vielen schönen Sprachen für sein System entscheiden kann, empfehlen wir die Deutsch-Englisch Variante. Because then kann sich jeder freely choosen, welchen Teil of the Meldung he not understands. Besonders beliebt ist diese Variante auch, um seinen jugendlich hippen Wortschatz hervorzuheben.


Das Kleingedruckte

Bevor man jedoch überhaupt zur Sprachauswahl einer Installation kommt, wartet zuerst noch eine viel größere Hürde: Die Lizenzbedingungen. Manch einer soll hier bereits vor lauter schnellem herumscrollen und »weiter« klicken seine Großmutter einem Softwarekonzern überschrieben haben. Manchmal ist aber auch zu schwer, sich einen Reim auf die Lizenzbedingungen zu machen – auch völlig abseits juristischer Fallstricke:


Adam Rieses Drucker

Na gut, dann muss man eben wieder zu herkömmlichen Vertragswerken zurückkommen und die Bedingungen ausdrucken, bevor man sie per Maus akzeptiert. Doch so leicht lässt sich der PC nicht austricksen: Schnell wird per USB der Drucker der Drucker verständigt, dass der entsprechende Druckauftrag vom System nicht erwünscht wird. Und schon hat auch der Drucker keine Lust mehr. Und auch wenn er sprachlich an die Rechtschreibung des Nutzers gebunden ist, so kann er doch wenigsten auf mathematischem Gebiet seinen Protest anzeigen:


Bitte starten Sie den Fehler erneut

Wenn der Rechner dann wieder ganz bockig wird und gar nichts mehr geht muss man tiefer ins System eingreifen. Als erstes empfiehlt sich stets ein Blick in den Taskmanager. Dort lässt sich schnell überprüfen, welche Fehler momentan alle gestartet sind und ob sie alle auch noch stabil laufen:


Bitte installieren Sie eine Festplatte

Wenn tatsächlich alle Fehlerdienste laufen und trotzdem nichts geht, hilft meist nur noch ein intensiver Blick in die Innereien (Hardware) des Systems. Immer wieder wird von Leuten berichtet, die sich wundern, warum ihr PC nicht vernünftig läuft. Und das, obwohl sie erst neulich im Gehäuse aufgeräumt und dieses ungut surrende »Ding mit den Steckern« ausgebaut haben um neuen Platz für eine blinkende Neonröhre zu schaffen:


Fromage C

Wenn die Platte aber noch einwandfrei im Gehäuse verkabelt ist, liegt der Fehler meist an einer unzureichenden »Zerlegung« der Festplatte. Also lassen Sie Ihrer Wut freien Lauf und brechen Sie die Platte in gleichmäßige Stücke für verschiedene Bereiche (System, Privat, etc.). Denn nur wer seine Festplatten regelmäßig mit entsprechendem System-Tool zerlegt, der hat laut den Lizenzbedingungen von Seite vier auch wirklich einen Anspruch auf einen funktionierenden Rechner:


Warum heißt der PC eigentlich Rechner?

All diese bitteren Erfahrungen mit völlig irren Warnmeldungen lassen einen doch immer wieder einmal an der künstlichen »Intelligenz« zweifeln. Und kommt man dann erstmal ins philosophieren, kommt meist auch schnell die Frage auf den Tisch: Warum heißt der Rechner eigentlich Rechner? Die Antwort ist so nahe liegend wie unphilosophisch – weil man sich nach manch einer Fehlermeldung gerne an dem Gerät raechen würde, sich dies aber auf Dauer auch nicht rechnet.


Lars but not least

Natürlich gibt es auch Fehlermeldungen für die kann der PC gar nichts – weil entweder der User sie verursacht hat, oder es sie gar nicht gibt. Wie diese Fake-Fehlermeldungen, deren tatsächliches Auftreten aber wahrscheinlich auch niemanden mehr großartig verwundern könnte.

Wem das noch nicht reicht, dem empfehlen wir übrigens das Museum für falsche Fehlermeldungen MOFFEM [1].


[1] http://www.moffem.de/index.html

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