IBM steht zur CeBIT - Jetter erwartet zweijährige Krise
Martin Jetter, Vorsitzender der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, sieht die wirtschaftliche Zukunft derzeit pessimistisch und rechnet damit, dass die Krise zwei volle Jahre andauern wird. Gleichzeitig bekannte er sich zu IBMs »mehrjährigem« Vertrag mit der CeBIT und stellte das neue Standkonzept vor.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Martin Jetter steht zum CeBIT-Engagement von IBM
IBM [1] wird in diesem Jahr gleich in drei Hallen auf der CeBIT [2] in Hannover präsent sein. Während andere Unternehmen ihre Messeauftritte kürzen oder gleich ganz einsparen, geht »Big Blue« damit in die Vollen. Auch wenn das Messe-Engagement natürlich jedes Jahr neu überlegt werden müsse, habe IBM nicht umsonst einen mehrjährigen Vertrag mit der CeBIT geschlossen, so der Vorsitzende der Geschäftsführung der IBM Deutschland GmbH, Martin Jetter. »Sicherlich sind in den vergangenen Jahren einige Unternehmen gegangen, auch große, aber wir stehen zu unserem Commitment und glauben an dessen Sinn und Erfolg.«.
Die entsprechenden Standkonzepte für dieses Jahr stellte Jetter am Mittwoch in München persönlich vor: Der Hauptstand in Halle 2 wird dieses Jahr unter dem Motto »Making the world work smarter« (/ Smarter Planet) stehen. »Den Umzug von Halle 1 in die Halle 2 haben wir trotz aller Unkenrufe gut verdaut«, berichtet Jetter. Er habe sogar den Eindruck, die Business-Kunden und insbesondere den Mittelstand in der neuen Halle noch besser erreichen zu können. Zusätzlich wird IBM auf der CeBIT 2009 auch jeweils mit einem Stand und diversen Showcases in den Themen-Hallen 8 (Green-IT ) und 9 (Public Sector) vertreten sein.
Messen: Ende der sinnlosen »Gadget-Shows«
Große Produktankündigungen hat IBM bei der Aufwärmveranstaltung zur Messe dieses Mal nicht präsentiert, einzig ein Security Stick, der Online-Banking sicherer machen soll, ist neu. Laut Jetter ist dies dem positiven Trend der letzten Jahre geschuldet, mit dem sich IT-Messen zunehmend von knalligen Gadget-Präsentationen zu wirklich effektiven Info- und Beratungs-Veranstaltungen wandeln. Das komme den Zielen seines Unternehmens sehr entgegen, so Jetter: »Wir wollen mit der CeBIT wieder größere Themen ins »Volk« tragen, um klar zu machen, was IT wo leisten kann.«.
Auf die aktuelle Krise angesprochen, zeigte sich Jetter allerdings wesentlich pessimistischer. – weniger, was sein Unternehmen angeht, als im Bezug auf die gesamte Weltwirtschaft. Bei allen regionalen Unterschieden rechne er damit, dass es im besten Fall zwei Jahre dauern werde, bis die Krise komplett überstanden sei. Dafür sieht Jetter in der Krise aber eine Chance für eine neue Rolle der Messe, indem sie sich zu einer Weiterbildungsveranstaltung für alle frisch Entlassenen und Kurzarbeiter entwickeln kann und dieser Zielgruppe damit neue Berufsmöglichkeiten im IT-Sektor zeigen. Möglicherweise auch für ehemalige IBM-Mitarbeiter, denn auch IBM hat nach Gewerkschaftsangaben in Nordamerika in den letzten Wochen 4.200 Angestellte gefeuert. Immerhin konnte aber IBM Deutschland das höchste Wachstum unter den G7-Staaten vorweisen. Laut Jetter ist die Renovierung der IT-Infrastruktur und die Investitionen in »Brain« genauso wichtig wie die im Fokus des aktuellen Konjunkturprogrammes stehenden Ausgaben für Beton.
[1] http://www-05.ibm.com/de/cebit/index.html?ca=cebit_de&me=w&met=de_hplg
[2] http://www.cebit.de/homepage_d
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