Biometrie: Gesichtserkennung auch mit Brille und Tatoo
Gerade nach den jüngsten Datenskandalen wird die Frage nach der Absicherung wichtiger Geschäfts- und Kundendaten immer wichtiger. NEC adressiert dieses Problem mit zwei neuen biometrischen Systemen, die helfen sollen, künftige Compliance-Anforderungen einfach und sicher umzusetzen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Der ACUSmart geht über einen gewöhnlichen Fingerabdrucksensor hinaus
Der Pförtner hat ausgedient: Zumindest wenn es darum geht, sensible Daten, Systeme, Gebäude oder Personen vor physikalischem Fremdzugriff zu schützen, sind intelligente Technologien zur Zugangskontrolle heutzutage unvermeidbar. Immer wichtiger werden hier biometrische Sicherheitslösungen, die neben einem hohen Maß an Sicherheit auch eine relativ unkomplizierte Handhabung versprechen. Auch NEC [1] setzt mit seinem Geschäftsbereich Enterprise Solutions voll auf die Biometrie und hat dazu gerade einige neue Lösungen vorgestellt, die sich insbesondere für die Zugangskontrolle eignen. Maßgeblich sind dabei zwei neue Lösungen, die auf den von NEC selbst entwickelten Algorithmen für Fingerabdruck und Gesichtserkennung basieren, die sich auch bereits in zahlreichen internationalen Security-Projekten bewähren konnten.
Mit dem neuen ACU Smart wurde dazu ein Fingerabdruckleser vorgestellt, der als bislang einziges System einen Bestimmungsalgorithmus verwendet, der die Rillenanzahl der Fingerkuppen und die Beziehungen der einzelnen Minutien untereinander berücksichtigt. Damit sind die Nutzer in der Lage, extrem hohe Erfolgsquoten zu erzielen. Außerdem kann die neue Lösung auch auf mehrere Nutzer erweitert werden und bietet die Möglichkeit, Fingerabdruckdaten verschlüsselt in einer lokalen oder Remote-Datenbank zu speichern. Neben sehr großen Speicherkapazitäten zur Aufnahme lokaler Ereignisse ermöglicht ACU Smart auch die schnelle und einfache Integration in bereits existierende Zugangskontrollsysteme.
Schau mir in die Augen
NEOFaceControl soll Probanden auch in verschiedenen Situationen und Outfits erkennen können
Noch einen sicheren Schritt weiter geht die Gesichtserkennung NeoFace Control, das in der Lage ist, Gesichter akkurat zu erkennen und deren biometrische Merkmale präzise zu erfassen und zu registrieren. Bei diesem System werden sämtliche Daten in Echtzeit generiert und können in Branchensysteme (LOB-Systeme) integriert werden, z.B. im Hochsicherheitsbereich oder in Anwendungen für Lohn- und Personalbuchhaltung. Durch eine Kombination aus einer extrahierten Analyse des Augenbereichs mit einer detaillierten Bestimmung der Gesichtszüge werden besonders zuverlässige Ergebnisse erzielt. Das macht die Lösung nicht nur sicherer und fehlerresistenter, sondern verbessert auch die Erkennung bei unterschiedlichen äußeren Faktoren wie Kopfhaltung, Frisur, Brille oder Tatoos. Die so genannte »Perturbation Space Method« dient dabei der Extraktion und dem Abgleich unterschiedlicher Ansichten und Ausdrücke bei diversen Beleuchtungen – sogar in verschiedenen Altersstufen. NeoFace Control ist dabei laut NEC derzeit auch das kleinste und leichteste verfügbare Zugangskontrollsystem, das auf Gesichtserkennung basiert.
Einsatzbereiche der neuen Lösungen sind neben großen und mittelständischen Unternehmen auch Flughäfen, Data Center, Anwendungen in der Medizin, an Grenzkontrollen, bei Banken, in der Handels- und Automobilbranche sowie der Privatbereich. Zur Datenschutz-Debatte stellt Frank Godee, Sales Manager bei der NEC Enterprise Solutions Division, klar: »Primäres Ziel unserer Technologieentwicklung ist es, Bürger zu schützen, indem wir dabei helfen, Gebäude und öffentliche Einrichtungen sicherer zu machen. Dies können wir nur dadurch erreichen, dass unsere Lösungen die Daten mit präziser Genauigkeit erfassen, verwalten, auswerten – und für Unbefugte unzugänglich machen.«
[1] http://www.nec.de
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