Fujitsu Siemens mit dramatischem Umsatzverlust

von Dr. Michaela Wurm

20.02.2009

Fujitsu Siemens Computers wird Medienberichten zufolge das laufende Geschäftsjahr am 31. März mit einem dramatischen Umsatz- und Ergebnisrückgang abschließen. Der Konzern hat bereits Ende 2008 Stellenstreichungen angekündigt. Inzwischen mussten auch einige Mitglieder der Führungsmannschaft ihren Hut nehmen.

Schlechter als erwartet soll das Geschäftsergebnis von Fujitsu Siemens ausfallen

Einem Bericht des Manager Magazins zufolge musste der Computerkonzern Fujitsu Siemens Computers (FSC) [1] in seinem laufenden Geschäftsjahr erhebliche Einbußen beim Umsatz und Ergebnis hinnehmen. Der Umsatz werde um eine Milliarde Euro niedriger ausfallen als der Vorjahreswert von 6,5 Milliarden Euro. Unter dem Strich werde das deutsch-japanische Joint Venture, das ab dem 1. April 2009 ganz zum Fujitsu-Konzern gehört das Geschäftsjahr am 31. März mit einem hohen Verlust beenden.

Kai Flore, der im November 2008 Bernd Bischof an der Unternehmensspitze abgelöst hatte, hat bereits Sparmaßnahmen eingeleitet. Schon Ende 2008 gab das Unternehmen bekannt, dass in Deutschland rund 700 von 6.000 Stellen gestrichen werden (CRN berichtete [2]). Von den rund 4.500 Arbeitsplätzen im europäischen Ausland sollen weitere 300 bis 400 abgebaut werden.

Auch auf Management-Ebene wurde bereits ausgedünnt. So sollen Barbara Schädler (Marketing), Thomas Sieber (Vertrieb), Herbert Schönebeck (Endkundenprodukte) und Richard Schlauri (Services) nicht mehr im Unternehmen sein. Die Positionen wurden auch nicht mehr neu besetzt. Vor kurzem hatte FSC zudem einen Wechsel an der Unternehmensspitze bekannt gegeben. Ex-Deutschland-Chef Hans-Dieter Wysuwa ist jetzt für den Channelvertrieb auf EMEA-Ebene zuständig. Seine Position hat Bernd Wagner übernommen (CRN berichtete [3])

[1] http://www.fujitsu-siemens.de
[2] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=212200909
[3] http://crn.de/showArticle.jhtml?articleID=214302949

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