Check Point pusht das Geschäft mit Endpoint Security
Der Spezialist für Netzwerksicherheit, Checkpoint, baut sein Geschäft mit Endpoint Security massiv aus. Über einen neuen Distributionsvertrag möchte der Hersteller die passenden Händler für den Vertrieb seines neuen Portfolios finden.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Endpunkte wie PCs und Notebooks, portable oder elektronische Geräte stellen eines der größten Sicherheitsrisiken in Unternehmen dar, denn sie sind für eine Reihe von Angriffsarten besonders anfällig. Insbesondere mobile Geräte, die außerhalb der Unternehmensnetzwerks eingesetzt werden, gelten als »Risiko-Inseln«. Zum Schutz der Endpukte nutzen die meisten Unternehmen zurzeit noch alleinstehende Endpoint-Lösungen, wie eine Personal Firewall oder Anti-Virus-Software. Vor allem in Großunternehmen mit vielen Endpoints ist der Verwaltungsaufwand allerdings enorm. Immer mehr Unternehmen setzten deswegen auf vereinheitlichte Endpoint Security-Lösungen, die verschiedene Sicherheitskomponenten in einem Agent vereinen. Die Sicherheitsfunktionen kommen dabei zwar auf jedem PC zum Einsatz, werden von der IT-Abteilung aber von einer einzigen Konsole aus verwaltet.
Auf diesen Zug springt nun auch Checkpoint [1] auf. Über mehrere Akquisitionen hat sich der Spezialist für Netzwerksicherheit in den vergangenen Jahren ein passendes Portfolio zusammengekauft. Mit »Check Point Endpoint Security« bietet der Hersteller inzwischen eine Lösung, die Firewall-Technologie, Network Access Control (NAC), Programmkontrolle, Virenschutz, Spyware-Schutz, Datensicherheit und Remote-Zugriff vereint.
Ein eigenes Vertriebsteam für die Endpoint Security-Lösungen soll den neuen Bereich bei dem Hersteller nun massiv vorantreiben. Christoph Skornia, der für das Business Development bei Check Point in Zentraleuropa verantwortlich ist, erwartet, dass sich die Investitionen nun auszahlen werden. »Wir haben noch nicht die Präsenz im Markt, die wir uns wünschen«, bedauert er allerdings.
Neue Reseller gesucht
Um den neuen Markt besser zu adressieren, sieht sich Checkpoint deswegen gerade nach geeigneten Resellern um. Viele der bestehenden Checkpoint-Partner sind allerdings auf Netzwerksicherheit spezialisiert und haben wenig Erfahrung im Markt für Endpoint Security-Lösungen. »Wir werden neue Partner brauchen«, ist sich Skornia deswegen sicher. Während Checkpoint seine angestammten Lösungen für Netzwerksicherheit weiter über DNS, Magirus, Computerlinks und Westcon Security vertreibt, hat der Hersteller nun zusätzlich ein Distributionsabkommen mit Entrada unterzeichnet. Der Security-VAD wird sich ausschließlich auf die Endpoint Security-Lösungen fokussieren und soll Checkpoint Zugang zu spezialisierten Resellern öffnen. »Bei Endpoint Security waren wir bisher unterdistribuiert«, so Skornia. Viele potentielle Reseller hätte man nicht erreicht.
Mit »Check Point Endpoint Security« drängt der Hersteller allerdings in einen hart umkämpften Markt, der von Branchengrößen wie Symantec und McAfee dominiert wird. »Wir wollen keine Preiskämpfe ausfechten«, stellt Business Development-Manager Christoph Skornia klar. Er möchte für Checkpoint deswegen neue Nischenmärkte erschließen statt in die Bereiche vorzustoßen, die stark preisgetrieben sind. »Wir brauchen vor allem IT-Abteilungen, die innovativ denken«, sagt er.
[1] http://www.checkpoint.com
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