Teqport vermarktet Überbestände im Internet:
Frischer Wind auf dem Remarketing-Markt

von Dr. Matthias Hell

08.05.2008

Eine B-2-B-Handelsplattform für den Remarketing-Markt hat das Münchner Startup Teqport ins Leben gerufen. Mit seiner Geschäftsidee ist das Unternehmen dabei nicht nur bei den Kunden erfolgreich, sondern konnte auch namhafte Investoren überzeugen.

Die Geschäftsidee von Teqport entstand aus der Praxis: Vor vier Jahren wandte sich die Deutsche Telekom an das auf Supply Chain Management spezialisierte Beratungsunternehmen Barkawi. Der TK-Konzern suchte nach Absatzwegen für seine Über- und Restbestände. Die Barkawi-Consultants lösten den Auftrag so erfolgreich, dass man 2005 beschloss, den Remarketing-Dienstleister Teqport als eigenständiges Unternehmen zu gründen. »Das unterscheidet uns auch von Passiv- Plattformen«, erklärt Frank Müller, einer der Geschäftsführer des Unternehmens: »Unser Geschäftskonzept ist eng an den Marktbedürfnissen angesetzt und vereint den Aspekt Vermarktung mit einer Beratungskomponente.«

Die Internetseite von Teqport präsentiert sich daher als eine Art »Ebay« für den Remarketing- Markt: Unternehmen können Überkapazitäten und Obsoletbestände auf der geschlossenen Online- Plattform einstellen und mit den Teqport-Experten festlegen, welche Käufergruppen und Absatzmärkte für die Ware in Frage kommen. Käufer müssen sich bei dem Portal registrieren und erhalten nach eingehender Prüfung ein individuelles Profil für die B-2-B-Plattform. Bisher haben sich bei dem Service mehr als 1.100 Kunden registriert. Auf Verkäuferseite zählen dazu Großunternehmen wie die Deutsche Telekom, Arcor und United Internet, die Käufer der Überbestände finden sich dagegen meist in Osteuropa, Lateinamerika und Asien. Handelt es sich um kleinere Chargen, kommen gelegentlich auch Online-Händler im Inland ins Spiel. »Im Unterschied zu klassischen Remarketern sehen wir uns dabei vor allem als Vermittler mit Dienstleistungsangebot «, betont Teqport-Geschäftsführer Sebastian Neubeck.

Erfolg bei den Investoren

Mit seiner Geschäftsidee kann das Unternehmen auf eine erfolgreiche Entwicklung zurückblicken. So beschäftigt Teqport inzwischen 22 Mitarbeiter und erzielte 2007 ein Transaktionsvolumen von 45 Millionen Euro. »Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Zuwachsrate im dreistelligen Bereich und wir hoffen, diesen Trend fortsetzen zu können«, so Neubeck. Auch bei den Investoren stößt die B-2-B-Plattformauf reges Interesse: So sind in den vergangenen Monaten die Investmentgesellschaft Carrington Equity von Alexandra Flick sowie der European Founders Fund der als ECommerce Trendsetter bekannt gewordenen Samwer-Brüder bei Teqport eingestiegen.

»Wir sind auf einem guten Weg, Teqport zu einem gesunden Unternehmen zu machen«, gibt Geschäftsführer Müller für die Zukunft vor. Sowolle man den Mitarbeiterstamm weiter ausbauen und plane, in China und Indien eigene Niederlassungen zu gründen. Zunächst gelte es aber vor allem, das gewählte vertikale Marktsegment optimal abzudecken.

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INFO

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www.teqport.com [1]

[1] http://www.teqport.com