Oracle setzt auf CRM 2.0
Soziale Netzwerke sollen eine neue Dimension für das Customer-Relationship-Management (CRM) bringen. Vorher bedürfen allerdings noch einige Fragen, insbesondere beim Thema Kunden-Datenschutz, dringend einer Klärung.
auch auf den Smartphones hat CRM mittlerweile Einzug gehalten
Es ist eine schöne neue Welt, wie sie Aldous Huxley nicht besser hätte beschreiben können: Immer mehr ist heutzutage der komplett gläserne Kunde gefragt, der Unternehmen sein ganzes Verhalten offenlegt und darüber hinaus auch noch bereitwillig Kaufempfehlungen an weitere Interessenten abgibt. Von solch paradiesischen Zuständen für Anbieter träumt derzeit auch Oracle [1] und sieht die Zukunft des CRM darin, dass Unternehmen soziale Portale aufbauen, in denen Interessenten Gleichgesinnte finden können, die fleißig die eigenen Verkaufsanstrengungen unterstützen.
Dafür will Oracle Community-Portale wie Facebook, Linkedin oder Xing durchsuchen, um Nutzer aufzustöbern, deren Profil denen eines potenziellen Käufers entspricht. So lästige Bedenken wie Datenschutz versucht Anthony Lye, Senior Vice President Oracle CRM, durch die Versicherung zu beschwichtigen, man werden auf keinen Fall Daten ohne Wissen des Betreffenden auswerten. Er gesteht aber auch zu, dass die Masse der Unternehmen noch nicht bereit sei, Social CRM zu nutzen. Im Moment gibt es deshalb auch nur einige vereinzelte Vorreiter in Sachen CRM 2.0, wie etwa den Kosmetikkonzern L’Oreal. »L’Oreal versucht in allen Bereichen Erster zu sein. Wenn eine von zehn Initiativen gelingt, ergibt das schon einen Wettbewerbsvorteil«, erklärt Lye.
Neue Produkte für Iphone und Co
Oracle seinerseits hat eine Reihe von neuen Produkte und Initiativen angekündigt, um die CRM-Produkte aus dem eigenen Haus voranzubringen und setzt dabei vor allem auf das Iphone und den Blackberry: »Wir haben schon eine Reihe neuer Anwendungen für das Iphone entwickelt, davon eine gemeinsam mit L’Oreal«, erklärt Lye. Mit dieser Ko-Entwicklung kann das Iphone direkt mit Kassensystemen kommunizieren und sogar Barcodes übermitteln. Den Außendienstlern bieten sich damit neue Möglichkeiten, das Kaufverhalten ihrer Kunden genau zu analysieren.
[1] http://www.oracle.com/global/de/index.html
- 1. Seite: Oracle setzt auf CRM 2.0
- 2. Seite: Neue Produkte für Iphone und Co
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