Hosting braucht Bandbreite
Hosting braucht Bandbreite Durch cleveren Gebrauch der verfügbaren Netzwerkbandbreite können mittelständische Anwender gehostete ERP-Software kostengünstiger nutzen.
Der IT-Dienstleister NIC (hier das Firmengebäude in Göppingen) hostet ERP-Anwendungen und sorgt für optimale Nutzung der Netzwerkbandbreiten.
Die Firma NIC unterhält ein Rechenzentrum und erbringt Leistungen im Sinn von Application Service Providing (ASP) oder Software as a Service (SaaS) für einen internationalen Kundenstamm. Mehr als 1000 Anwender der betriebswirtschaftlichen Anwendungssoftware Microsoft Dynamics NAV (ehedem Navision) greifen aus nahezu jedem Land Europas auf die gehosteten Applikationen zu, per Internet oder über Festnetzverbindungen. Auch jene Endanwender, die nur über Bandbreite im Umfang von ADSL oder sogar weniger verfügen, können die bei NIC laufenden ERP-Programme verwenden – ohne für zusätzliche Übertragungskapazitäten bezahlen zu müssen. Möglich wird das mit der Compass-Technologie, die der Anbieter Expand Networks für die Beschleunigung von Applikationen entwickelt hat, die über ein WAN verbunden sind. Geschäftskritische Anwendungen werden damit unabhängig von der Bandbreite bevorzugt behandelt, um die Wertschöpfungskette der Unternehmen bestmöglich zu unterstützen. Zudem reduzieren Kompressionswerte bis zum Faktor 100 den WAN-Verkehr um 60 bis 95 Prozent. Damit werden Datenstaus verhindert und Kapazitäten für andere Übertragungen geschaffen. Durch optimierte Ausnutzung der vorhandenen WAN-Bandbreite werden WAN-Upgrades häufig überflüssig. »Alle Expand-Acceleratoren, die wir bisher unseren Kunden kostenlos zur Verfügung gestellt haben, wurden übernommen. Hat ein Anwender erst einmal die Vorteile kennengelernt, will er sie nicht mehr missen«, berichtet NIC-Geschäftsführer Harald Geißelhart. Und Franz-Karl Strick, CFO des Industrieunternehmens Bodycote European Holdings, bestätigt: »Die Anforderungen an den Datendurchsatz über die Vernetzung unserer Standorte in Europa sind in den letzten Jahren stetig gewachsen. Der Aufbau von Expand-Acceleratoren durch NIC hat uns dabei ermöglicht, eine deutlich höhere Übertragungsrate bei gleichbleibender Bandbreite und damit gleichbleibenden Kosten zu erreichen.«
Wechsel zwischen Tag und Nacht Der Dienstleister offeriert seinen Kunden eine Fall-Back-Lösung mit replizierten Datenbeständen aus der Live-Umgebung. Ist der Datenbestand eines Kunden gefährdet, greift ein dreistufiges Disaster-Szenario – das Fall-Back-Rechenzentrum ist dabei die letzte Stufe, um dem Kunden selbst bei Totalausfall sein ERP-System mit aktuellen Daten zur Verfügung zu stellen. Standorte mit bis zu 30 Anwendern greifen derzeit gleichzeitig auf die ERP-Programme zu, empfangen E-Mails und surfen im Internet. Das im Rechenzentrum zentralisierte, nächtliche Backup der Kunden-Server vor Ort muss die großen Datenmengen von Office- und DMS-Lösungen bewältigen, und das bei ständig wachsendem Datenvolumen. Die Leitungen der Kunden und die Leitung ins Rechenzentrum müssen diesen Anforderungen gerecht werden. Die interaktive Arbeit der Endanwender am ERP-System hat höchste Priorität und darf durch Replikationen oder andere bandbreitenintensive Datentransfers nicht behindert werden. Die Technologie von Expand Networks stellt sicher, dass die Anwender tagsüber performante Interaktionen durchführen können. Die schnellen Antwortzeiten werden durch die konsequente Priorisierung dieser Anfragen gegenüber E-Mail-Verkehr oder HTTP erreicht. Anders sieht es in der Nacht aus: Hier zählen nicht die Response-Zeiten, sondern das Datenvolumen spielt bei den ablaufenden Remote-Backup-Prozessen eine entscheidende Rolle. Mit der Komprimierungstechnologie von Expand Networks sowie Caching lassen sich die Remote Backups über Nacht gut durchführen.
Cornelia Krannich ist Journalistin in München.
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