Projektverantwortliche setzen auf Management-Software

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung

12.06.2008

Die Projektmanager sind sich einig: Spezielle Management-Werkzeuge sind für erfolgreiche Projekte entscheidend. Doch nur 62 Prozent setzen sie dann auch tatsächlich ein.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Software für Projektmanagement ist zwar mehrheitlich in den verantwortlichen Köpfen, nicht aber in den Unternehmen angekommen.

Projekte können in der Planung und Umsetzung vielfältige Probleme verursachen, die sich zumindest zum Teil durch spezielle Management-Software vermeiden lassen. Laut einer Studie von ComputerWorks [1] möchten viele Verantwortliche die Unterstützung einer speziellen Software bei der Ablaufplanung (80 Prozent) und Ressourcenplanung (40 Prozent) denn auch nicht mehr missen. 82 Prozent der Befragten beurteilen den Einsatz eines Projektmanagement-Tools zudem als grundsätzlich sehr wichtig oder wichtig für den Projekterfolg.

Auf die Frage nach den Hauptursachen für das Scheitern vergangener Projekte, antworteten die Projektmanager wie folgt: 69 Prozent machen eine schlechte Kommunikation innerhalb des Teams für den Misserfolg verantwortlich. 64 Prozent sehen den Grund in einer schlechten Koordination oder einer unklaren Zieldefinition. Ein weiteres Viertel sieht im fehlenden Gebrauch einer Projektmanagement-Software den Hauptgrund für das Misslingen.

Die Verantwortlichen wissen also sehr genau, wie wichtig Management-Software sein kann und welche Gefahren ohne sie drohen. Tatsächlich genutzt werden diese Tools allerdings nur von 62 Prozent der befragten Unternehmen - 27 Prozent behelfen sich mit der klassischen Excel-Tabelle, um den Überblick zu behalten, 11 Prozent verwenden gar keine Hilfe.

Bedienbarkeit wichtiger als Preis

Einige Unternehmensführungen versperren sich noch dagegen Business Management Software einzuführen, da sie durch neue Software auch neue Schwierigkeiten befürchten. Doch die Erfahrungen der Projektmanager entkräften diese Vorbehalte: In 60 Prozent der Fälle gab es bei der Einführung der neuen Software gar keine Schwierigkeiten, weitere 15 Prozent der Befragten wissen zumindest nichts von Komplikationen bei der Einführung des Tools. Auch über die Bedienbarkeit können sich 71 Prozent der Befragten nicht beschweren - sie kommen gut mit dem Tool zurecht. 20 Prozent empfinden die Bedienung der Software allerdings auch als umständlich.

84 Prozent der befragten IT-Verantwortlichen würden daher bei der Anschaffung ihres Tools vor allem auf eine intuitive Bedienung Wert legen. Weitere 58 Prozent achten bei der Software darauf, ob sie den Datenaustausch mit anderen Programmen zulässt. Für lediglich 30 Prozent der befragten Projektmanager ist hingegen der Preis ausschlaggebend für die Kaufentscheidung.

[1] http://www.computerworks.de/FastTrack.html?L=0&_estick=de

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