Power für den Mittelstand

von Dr. Jakob Jung

09.05.2008

Die SoftM Systemintegration GmbH, einer der größten deutschen Reseller der neuen Power Systems von IBM im Bereich System i, stellte auf einer Veranstaltung in München Einführungskonzepte und Migrationsstrategien für das »Neue Rechenzentrum« vor.

Die neuen IBM Power6 Server bringen mehr Leistung bei geringerem Verbrauch.

IBM [1] hat seine Server Linien i und p zusammengelegt und vermarktet die Nachfolger jetzt als Power6 Serie. Die sechste Generation der Power-Prozessoren von IBM ist bei geringerem Stromverbrauch erheblich schneller als die Vorgänger. IBM bietet mit Power6 viele neue technische Lösungen in puncto Virtualisierung, Integration von Betriebssystemen, Sicherheit, Hochverfügbarkeit. IBM spricht deshalb schon von einem »Neuen Rechenzentrum«.

Der Geschäftsführer der SoftM [2] Systemintegration, die als Wiederverkäufer der Power Systeme auftrtt, Siegmar Vojer, wies auf das im März eröffnete Innovation Center von SoftM in München hin, das Kunden, Partnern und Interessenten der IBM Power Systeme für Tests und Simulationen zur Verfügung steht. »Gerade bei größeren Upgrades wie einem Umstieg auf Power6-Technologie ist Planung und Beratung im Vorfeld gefordert. Wir konzipieren für unsere Kunden die optimale Migration und sorgen für eine sichere Projektrealisierung.«

Andreas Walter, Director of Platforms der IBM Deutschland GmbH, schätzt, dass mit den neuen PowerSystems 80 Prozent weniger Systemausfall, 60 Prozent weniger Hitze und 85 Prozent schnelleres Disaster Recovery zu erzielen sind. »Power 6 braucht nur noch halb so viel Energie bei gleicher Leistung.«

Virtualisierung wie bei Großrechnern

Power6 enthält außerdem mit dem jetzt neu verfügbaren PowerVM eine bislang nur in der Großrechnerwelt genutzte Virtualisierungslösung, die es ermöglicht, einen p-Server oder einen BladeCenter-Server mit bis zu 160 virtuellen Partitionen in einem einzigen System zu betreiben. Dadurch können Serverfarmen zusammenschrumpfen auf ein einziges leistungsfähiges und ausfallsicheres System. Als Betriebssystem dient IBM i, bisher i5/OS. Eine Stärke des neuen Systems ist es darüber hinaus, dass verschiedene Betriebssysteme auf einer Plattform betrieben werden können, nämlich neben IBM i auch die Unix-Variante AIX und Linux. Die Funktion Partition Mobility erlaubt es, ganze Partitionen einfach von einem Server auf einen anderen zu verlagern, was nötige Wartungsarbeiten erleichtert (planned Downtime).

SoftM IT-Systemarchitekt Christoph Hasler wies darauf hin, es sei ratsam zu prüfen, ob die von einer Firma eingesetzte und über die Jahre individualisierte Software unter IBM i 6.1 reibungslos laufe. Im Vorfeld einer Investitionsentscheidung müsse auch geklärt werden, ob sich ein bereits vorhandenes und in Zukunft benötigtes externes Speichersystem an das künftige Server-System anhängen lasse. Hasler berichtete in diesem Zusammenhang, dass die Anbindung von Bandspeicher-Medien nach den Speicherstandards LTO-3 und LTO-4 inzwischen gesichert sei. Für Anwender der bisherigen System i-Einstiegslösung System i 515 oder älterer Modelle führt nach Haslers Darstellung ein möglicher Migrationspfad zu dem neuen Server Power 520, ein anderer zu einem BladeCenter-Server.

Bessere Leistung für Java

Von dem im Mittelstand weit verbreiteten Server i 525 und älteren Modellen bietet sich überwiegend die Migration zu einem BladeCenter-Server an. Unternehmen mit dem Server des Typs System i 550 finden in Power 550 die entsprechende, aber leistungsfähigere Variante für die Zukunft.

In einem weiteren wichtigen Punkt konnte Hasler der i-Community positive Nachrichten bringen, die Java-Performance sei nachweislich deutlich gesteigert. »Erste Tests mit der Plattform IBM i 6.1 haben gezeigt, dass die SoftM ERP-Lösung Semiramis von den Verbesserungen im Java-Umfeld und den Neuerungen des IBM SQL-Optimierers erheblich profitiert.« Dr. Wolfgang Rother, Skills Program Manager Power Systems bei IBM Deutschland, versicherte, bei IBM werde man die Kunden in Zukunft auch dann verstehen, wenn sie weiterhin von einer AS/400 sprächen. Er erläuterte zahlreiche Neuerungen in der jüngsten Version des Betriebssystems, unter anderem die Verschlüsselung von Backups, verbesserte Java-Performance, eine neue SAN-Support-Strategie und Shared Processor Pools.

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[1] http://www.ibm.com/de/de/
[2] http://www.softm.com/softm/servlet/pages/de/68
[3] http://www.informationweek.de/news/showArticle.jhtml;jsessionid=XQHSWAWHADPRYQSNDLPSKHSCJUNN2JVN?articleID=207000024

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