»Public Sector braucht effiziente Lösungen«

von Ariane Rüdiger

12.03.2009

»Public Sector braucht effiziente Lösungen« Ariane Rüdiger sprach mit Barbara Wittmann, Geschäfts­führerin der Dell-Niederlassung Halle, über die Bedürfnisse von IT-Anwendern aus dem öffentlich-rechtlichen Bereich.

Barbara Wittmann, ­Ge­schäftsführerin Dell ­Halle GmbH und Sales Director Public Deutschland

Wie viel Geschäft macht Dell in Deutschland mit dem öffentlichen Sektor und wo liegen die thema­tischen und organisatorischen Schwerpunkte?
Angaben zur prozentualen Verteilung unserer Kundensegmente machen wir generell nicht. Unsere ­Auftraggeber aus den Bereichen Bund, Länder, Kommunen, Forschung und Lehre sowie Healthcare betreuen wir meist vom Standort Halle aus.

Die Bundesregierung will die IT-Infrastruktur der Regierungsinstitutionen im Rahmen ihrer Krisenpakete erneuern und stellt dafür mehrere hundert Millionen Euro zur Verfügung. Auch die Kommunen sollen Geld für Infrastruktur-Investments bekommen. Sehen Sie hier verbesserte Chancen für Ihr Unternehmen?
Eindeutig ja, bei diesen Kunden spielen Themen wie IT-Vereinfachung durch Standardisierung, Virtualisierung oder Skalierbarkeit vorhandener Ressourcen eine immer wichtigere Rolle. Mit standardisierten Lösungen aus einer Hand für spezifische Fachverfahren können unsere Kunden verlässlich für die nächsten Jahre planen. Ein Beispiel dafür ist die doppelte Buchführung (Doppik), die gegenwärtig in der öffentlichen Verwaltung der Kommunen eingeführt wird.

Was sind Ihrer Erfahrung nach die wichtigsten Anforderungen, die Kunden aus dem Public-Bereich stellen?
Kunden der öffentlichen Hand verlangen insbesondere nach kostengünstigen, effizienten und flexibel einsetzbaren Lösungen. Die IT-Infrastruktur muss gewährleisten, dass Verwaltungsaufgaben zuverlässig und sicher abgewickelt werden. Neue, bürgerfreundliche Services müssen schnell integrierbar sein – im Sinne von E-Government 2.0, dem Modernisierungsprogramm der Bundesverwaltung. Im Bereich Healt­hcare sind KIS- und PACS-Systeme entscheidend, im universitären Bereich und in der Forschung High Performance Cluster sowie in der letzten Zeit auch Cloud-Computing-Lösungen. Generell sind Konsolidierung, Virtualisierung, Vereinfachung die wichtigsten Prioritäten. Zentrales Ziel der Kommunen ist es, weniger Geld für die Wartung und Instandhaltung auszugeben und mehr Budget und auch Zeit für Innovationen zu haben.

Haben sich diese Anforderungen im Zuge der Wirtschaftskrise ge­ändert?
Die Finanzkrise hat dazu geführt, dass verstärkt Lösungen nachgefragt werden, die eine Kostenreduzierung im täglichen Geschäftsbetrieb ermöglichen. Gleichzeitig ist gegenwärtig auch auf Seite der öffentlichen Auftraggeber ein Trend zur Implementierung ressourcen-schonender, nachhaltiger Lösungen erkennbar. Das Thema Green IT steht heute auch bei der öffentlichen Hand ganz oben auf der Agenda. Immer wichtiger werden Partner, mit dem man langfristige Projekte umsetzen kann.

Welche Ziele hat sich Dell für den öffentlichen Bereich in den nächsten Jahren gesteckt? Generell wollen wir unseren Marktanteil im öffentlichen Sektor in den kommenden Jahren ausbauen und profitabel wirtschaften. Um dieses Ziel zu erreichen, werden wir immer mehr Komplettlösungen von der ­Projektplanung und -umsetzung bis zur Unterstützung im laufenden Betrieb anbieten. Darüber hinaus können wir Kunden auch bei Personalengpässen geeignete Ressourcen für Projektmanagement, Implementierung und anderen Themen zur Verfügung zu stellen.