Servicemanagement ohne Lizenzkosten
Servicemanagement ohne Lizenzkosten Die Etablierung von Servicemanagement-Lösungen scheint oft schon durch die gleich zu Anfang anfallenden horrenden Lizenzkosten für Mittelständler kaum machbar. Aber es gibt auch leistungsfähige Werkzeuge, die einen kostengünstigeren Einstieg ermöglichen.
Die Configuration-Management-Datenbank bildet das Rückgrat für die Verwaltung der IT-Anwendungen und Geräte und auch die Basis für ITIL-konformes Servicemanagement.
Mit einer Excel-Zettelwirtschaft können auch Mittelständler ihren wachsenden IT-Bestand nicht mehr richtig verwalten. Ohne einen zentralen Datenbehälter, in dem die Applikationen und Geräte verzeichnet und ihre Beziehungen zueinander definiert sind, ist kein Überblick möglich. Gerade heute ist ein solcher Gesamtüberblick aber schon allein aus Gründen des Risikomanagements und um der Einhaltung der gesetzlichen und betrieblichen Vorgaben willen unerlässlich. Der Anfang einer solchen Bestandsaufnahme kann kostenmäßig sehr unterschiedlich zu Buche schlagen. Während man sich mit den großen Systemmanagement-Werkzeugen gleich zu Beginn im fünfstelligen Euro-Bereich bewegt, gibt es auch Werkzeuge, die hier sehr viel preiswerter sind oder auch Software wie die Omnisuite der Firma Rimacon aus Hollenstedt südlich von Hamburg, für die gar keine Lizenzgebühren anfällt. »Wir verdienen unser Geld mit Beratung und Services, nicht mit Softwarelizenzen«, erklärt Maike Lington, geschäftsführende Gesellschafterin des Unternehmens.
Schnell zu ersten Ergebnissen kommen
Im Zentrum des Softwarepakets Rimacon Omnisuite steht eine auf Microsoft SQL Server basierende Configuration Management-Datenbank (CMDB), in die schrittweise die verstreut platzierten IT-Bestandteile importiert werden können. Die Software gibt Hilfestellung bei der Erstellung des individuellen Datenmodells zur Erfassung der einzelnen Benutzer- und Geräte-Einstellungen sowie ihrer Beziehungen und Abhängigkeiten untereinander. Fehlerursachen und die Auswirkungen von Änderungen können durch Analyse der Beziehungen zwischen den einzelnen Konfigurationselementen erkannt werden. Alle berechtigten Nutzer (Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten et cetera) können unkompliziert über einen Webbrowser auf die Daten zugreifen. APS Astra Platform Services in Unterföhring bei München setzt die Rimacon-Software zum Aufbau einer IT-Asset-Datenbasis ein, die dann weiterentwickelt werden soll zu einer CMDB beziehungsweise zu einem umfassenden System der Konfigurationsverwaltung einschließlich Change- und Configuration-Management. Die Firma unterhält eine der modernsten Plattformen zur Verarbeitung und Übertragung von Fernseh-, Radio- und Datendiensten in Europa, ist aber gleichwohl mit ihren 152 Mitarbeitern eher ein kleiner Mittelständler. »Wichtig für uns war, dass wir mit Omnisuite schnell zu ersten Ergebnissen kommen konnten«, sagt Uwe Wiedow, verantwortlich für die IT bei APS Astra. Solche schnellen Anfangserfolge seien auch deshalb wichtig, um Rückhalt für weitergehende Entwicklungen zu haben, denn auf dem ganzen CMDB-Feld sei »sicher auch noch Überzeugungsarbeit zu leisten«. Die Zielvorstellung von Wiedow für APS Astra ist die »Steigerung der Transparenz in der Kette IT-Asset, IT-Service und Geschäft«. Was die Entscheidung für Rimacon Omnisuite betrifft, so meint der IT-Verantwortliche: »Es gibt durchaus auch andere Werkzeuge, die den gleichen Leistungsumfang und auch die gleiche Flexibilität vorweisen können.« Man habe einige auch getestet. Ausschlaggebend sei dann letztlich der Preis gewesen, hier sei das Paket von Rimacon bei gleicher Leistung deutlich hervorgestochen.
Gut skalierbar
Nach Meinung von Rimacon-Geschäftsführerin Lington kann nicht oft genug betont werden, dass eine einheitliche Datenbank der Dreh- und Angelpunkt einer funktionierenden Servicemanagement-Lösung sein muss. Ohne diese hingen alle anderen Teile in der Luft. Wenn die Konfigurationsdatenbank stehe, könnten dann auch Teile wie ein ITIL-konformer Servicedesk sinnvoll angedockt werden. Ein Fehlerverfolgungs- und Fehlerbehebungssystem kann dabei über die ADO-Schnittstelle und damit einhergehende Mechanismen angebunden werden. Darüber hinaus lassen sich für dieses Andocken auch die Federation-Mechanismen nutzen, die Rimacon anbietet. Auch für größere Mittelständler dürfte die hier beschriebene Configuration Management-Datenbank durchaus einsetzbar sein. Uwe Wiedow hält das System für gut skalierbar, entsprechende Versuche habe man gemacht. Durch die Programmierung in Java kann auch eine sehr große Zahl von Nutzern auf die Rimacon-Webschnittstelle zugreifen. Künftig denkt man auch an eine mit Microsoft Dotnet programmierte Weboberfläche. Das bietet sich nicht zuletzt deshalb an, weil das lizenzfreie System insgesamt auf einem Microsoft-Hintergrund gebaut ist, aber »zu der Zeit, als wir mit der Entwicklung begonnen haben, stand Dotnet noch nicht zur Verfügung«, sagt Maike Lington.
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