Kleiner Kasten macht Zweigstellenvernetzung zum Kinderspiel
Die Vernetzung von Zweigstellen galt bisher als arbeitsintensives Übel, bei dem meist geschultes Personal vor Ort vonnöten war. Eine neue Lösung des WLAN-Anbieters Aruba könnte das ändern.
Mit diesen Geräten möchte Aruba die Anbindung von Zweigstellen an Firmennetze revolutionieren (Bild: Aruba)
Zweigstellen oder Heimbüros in VPNs einzubinden, erfordert meist viel Detailarbeit am Rechner und den Vernetzungsgeräten, die zum Teil in der anzubindenden Lokation zu leisten ist. Das ändert Aruba [1] mit seinen Remote Access Points (RAP). Die Lösung verlegt den kompletten Konfigurationsaufwand in die Zentrale und ermöglicht es, dass alle angeschlossenen Remote-Systeme ohne Einzelkonfiguration nach denselben Regeln arbeiten. Die RAPs müssen lediglich mit den vorhandenen Endsystemen über LAN oder WLAN und dem WAN-Transportnetz über USB-3G-Stick oder Breitbandleitung verbunden werden, den Rest erledigen automatische, vorkonfigurierte Routinen von der Zentrale aus. Stürzt der RAP ab, enthält er einen Webbrowser, der eine Seite generiert, mit deren Hilfe auch ungeschulte Anwender mit Hilfe eines Telefonats mit der Zentrale vorhandene Fehler, die nicht aus dem Hintergrund zu beheben sind, diagnostizieren und beheben können. Der Einsatz von Wartungspersonal vor Ort entfällt deshalb meistens.
Auf Seiten der Niederlassung werden je nach Gerätetyp zwei bis acht durch eine Firewall gesicherte Ports zum Anschluss von Switches oder Einzelsystemen unterstützt sowie bei einigen der Modellen WLAN (802.11a/b/g). Bei allen Systemen loggt sich der Benutzer beim Aufrufen des Browsers ein einziges Mal ein. Danach kann er alle verfügbaren Dienste nutzen. Gleichzeitig ist es bei entsprechender Gestaltung der Policies möglich, auf demselben Rechner zum Beispiel ohne VPN im Internet zu surfen. Allerdings können nur Anwender von der RAP-Technologie profitieren, die auch in der Zentrale Aruba-Technologie nutzen.
Modelle für unterschiedliche Bürogrößen
Das kleinste der RAP-Modelle, RAP-2wg, kostet in Deutschland nur 89 Euro und hat zwei sichere Ports sowie WiFi-Unterstützung. Damit lassen sich Mini- oder Homebüros ans Unternehmensnetz anbinden. Für mittelgroße Büros bis 50 Anwender eignet sich die Serie RAP-5 mit fünf sicheren Ports und USB-3G-Vernetzung, die es auch mit WLAN gibt. Die Geräte kosten um die 350 Euro. Größere Büros mit bis zu 250 Anwendern werden mit den Branch Office Controllern 620, 650 und 651 angebunden, die jeweils acht sichere Ports und verschiedene Vernetzungsoptionen bieten, zum Beispiel auch für NAS-Speicher oder Drucker. DIe Produkte sind in Deutschland sofort verfügbar.
Der Hersteller möchte sich mit der Lösung einen Teil des derzeit etwa 11 Milliarden großen Markts für Remote-Vernetzung sichern. John Green, weltweiter Marketingchef des Unternehmens, geht davon aus, dass Aruba innerhalb eines Jahres mindestens ein Prozent des weltweiten Remote-Access-Marktes gewinnen kann.
[1] http://www.arubanetworks.com
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