Green IT blüht auf

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Dr. Jakob Jung

02.06.2009

Umweltschonende IT-Lösungen und -Strategien sind auf dem Vormarsch, vor allem aus pragmatischen Gründen: Die IT-Verantwortlichen entdecken Green IT zunehmend als ein probates Mittel, um ihre IT-Betriebskosten zu reduzieren.

Immer mehr CIOs merken, dass Green IT neben CO2 auch bares Geld sparten kann.

CIOs investieren in effizientere, stromsparende Kühlsysteme oder in Server-Virtualisierung und tragen so zum Umweltschutz bei, so eine Studie von Symantec [1]. Während insgesamt 97 Prozent der weltweit mehr als 1000 Befragten angeben, Green IT-Strategien zu entwickeln, haben 45 Prozent bereits entsprechende Projekte umgesetzt. Als Motivation nennen die Teilnehmer reduzierte Stromkosten (90 Prozent), weniger Ausgaben für die Kühlung (87 Prozent) und den gestiegenen Druck auf Unternehmen, ökologisches Handeln zu demonstrieren (86 Prozent).

So spiegeln sich unternehmensweite Bestrebungen nach höherer Effizienz und gleichzeitig verbesserter Ökobilanz auch in der IT wieder: 83 Prozent der befragten Experten müssen sich inzwischen für den Stromverbrauch im Rechenzentrum verantworten oder die Kosten dafür über ihr eigenes Budget begleichen. Solche Regelungen steigern den Ansporn, den Energieverbrauch zu reduzieren. Die Bereitschaft, in Green IT zu investieren, wächst. So erwarten 73 Prozent der Befragten in den nächsten zwölf Monaten einen Anstieg der entsprechenden Budgets. 19 Prozent prognostizieren gar, dass sich ihre Mittel um mehr als 10 Prozent erhöhen.

Green IT darf mehr kosten

Energieeffiziente Produkte dürfen zudem mehr kosten: Zwei Drittel der Teilnehmer würden um 10 Prozent höhere Anschaffungskosten in Kauf nehmen, 41 Prozent sogar Aufschläge von mehr als 20 Prozent akzeptieren. 89 Prozent der Befragten sind sich einig, dass Ressourcen schonende IT-Produkte wichtig beziehungsweise sehr wichtig sind.

Um Strom und Kosten zu sparen, nutzen die befragten IT-Experten mehrere Strategien: 96 Prozent ersetzen alte Geräte durch energieeffizientere Produkte, 94 Prozent überwachen den Stromverbrauch. Ebenfalls 94 Prozent setzen auf Server-Virtualisierung oder wollen die Auslastung ihrer Speicherkapazität verbessern. 57 Prozent der Befragten betrachten Software-as-a-Service-Angebote als wichtigen Bestandteil ihrer Green IT Strategie.

Insgesamt 89 Prozent der IT-Verantwortlichen sind davon überzeugt, dass die Informationstechnologie eine Schlüsselrolle bei unternehmensweiten Bestrebungen nach umweltbewussterem Handeln einnimmt. Bei 82 Prozent aller befragten Firmen ist eigens ein Verantwortlicher berufen worden, der sich um die Koordination grüne" Aspekte im Unternehmen kümmert. Ein Fünftel dieser Experten befasst sich gar ausschließlich mit IT-Fragen.

»Im vergangenen Jahr hat die IT eine Schlüsselposition innerhalb grüner Unternehmensstrategien und deren Umsetzung besetzt. Ein wichtiger Grund dafür ist nicht nur das gestiegene Umweltbewusstsein, sondern vor allem auch der Kostendruck. Es lassen sich dort schnell Kosten sparen, wo die laufenden Ausgaben traditionell hoch sind«, sagt Andreas Zeitler, Vice President und Regional Manager Zentraleuropa, Symantec.

Wenn auch Sie in Ihrem Unternehmen Green IT Projekte angestoßen haben, können Sie sich hier für den Green CIO Award 2009 [2] der InformationWeek bewerben.

[1] http://www.symantec.com/content/en/us/about/media/GreenIT09_Report.pdf
[2] http://www2.informationweek.de/schwerpunkt/greencio/

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