Softwareentwicklung auf Prozesse abgestimmt

von Dr. Jakob Jung

23.06.2009

Entwicklung und Programmierung ist heute ohne die Abstimmung mit den Geschäftsprozessen nicht mehr denkbar. IBM bietet mit den Rational-Produkten ein breites Portfolio für Application Lifecycle Management und setzt vor allem auf die Jazz-Plattform.

Opas Programmierung ist tot. Eduard Stupening, Analyst bei IDC, urteilt: »Die Treiber und die Taktzahl, der Änderungsbedarf bei der Softwareentwicklung haben sich erhöht. Fast alle Prozesse sind computergestützt.« Die Realität seien heute verteilte Teams bei der Softwareentwicklung, die in unterschiedlichen Ländern sitzen. Vorschriften seien schärfer geworden, der Kostendruck gestiegen. Dabei muss heute Software hohe Qualität und Sicherheit gewährleisten.

Entsprechend sind heute Application Lifecycle Management (ALM) ebenso wie Project Portfolio Management (PPM) angesagt. Die ganze Programmierung wird industrialisiert. Allein für das Segment der Software Configuation Management Tools geht IDC von einem Wachstum von 3,3 Prozent in diesem Jahr aus bei einem Marktvolumen von 1,5 Milliarden Dollar. IBM ist Marktführer mit einem Marktanteil von 42,1 Prozent. In zwei Jahren werden Effekte wie SaaS und Web 2.0 das Segment stark beeinflussen. Als zweiter Teilmarkt ist bei der Model Driven Development Software ein Wachstum von etwa zwei Prozent zu erwarten. IBM hält dort 33,8 Prozent. Die Programmierung wird zunehmend komplexer, über 50 Prozent der Entwickler müssen tägliche oder wöchentliche Updates abliefern. Zwei Drittel entdecken bis zu 25 Fehler in der Software in einem Jahr nach Freigabe der Produktion. Unternehmen unterschätzen die Zeit, die für Fehlerbehebung notwendig sind und die Effekte der Fehler. Um dies zu vermeiden, ist effektives ALM und PPM nötig.

Jazz hilft, Silos zu vermeiden

Roger Klug, Business Unit Executive bei IBM Rational Deutschland [1], betont: »Wir stellen unseren Kunden Software für smartere Entwicklung zu Verfügung. Vor allem die Plattform Jazz erlaubt es, Silos zu vermeiden.« Software wird für Unternehmen zu einem Asset. Rational hat die Zahl seiner Beta-Programme im letzten Jahr auf 35 verdoppelt, die Zahl der Projekte hat sich vervierfacht. Durch den internen Einsatz von Jazz konnte im vergangenen Jahr die Zahl der vor Veröffentlichung gefundenen Bugs von 20 auf 85 Prozent erhöht werden, auch die Pünktlichkeit ist stark gestiegen.

Renate Stücka, EMEA Marketing von Rational, erklärt: »Mit diesem Launch verbessern wir die Kontrolle von Kosten und Risiken, den ROI und sorgen für eine Transformation des Geschäftsmodells.« Komplett neu ist das Angebot MCIF (measured Capability Improvement Framework). Es beruht auf Messbarkeit und schrittweiser Entwicklung. Ein Schlüssel dabei war die Modelloptimierung, ein vorgefertigter Prozess, der andere die Jazz Plattform, in die auch die älteren Produkte eingebunden werden. Fünf neue Produkte und zwei Betas sind in dieser Woche vorgestellt worden.

[1] http://www-01.ibm.com/software/de/rational/