T-Systems expandiert:
Grundstein für Deutschlands größtes Rechenzentrum
Das größte Rechenzentrum Deutschlands entsteht derzeit in Sachsen-Anhalt auf einer Fläche von 150.000 Quadratmetern, was etwa 30 Fußballfeldern entspricht. Der Neubau soll die starke Nachfrage nach Cloud-Diensten decken.
Rechenzentrum: T-Systems baut Kapazität in Ostdeutschland aus. (Foto: Strato)
Mit der Grundsteinlegung in Biere im Salzlandkreis beginnt die Telekom-Tochter T-Systems diese Woche den Bau ihres 90. Rechenzentrums. Der Neubau in Biere wird gemeinsam mit einem schon bestehenden Rechenzentrum in Magdeburg ein »TwinCore« bilden, ein Zwillingsrechenzentrum. Der Typ TwinCore-Rechenzentrum, wie er jetzt in Sachsen-Anhalt entsteht, wird als hochsicher bezeichnet, weil jeder Zwilling im Fall einer Störung sofort für den anderen einspringen kann. Der Betrieb läuft ohne Unterbrechung weiter. An beiden Standorten wird in der letzten Ausbaustufe eine Fläche von nahezu acht Fußballfeldern allein für die reine Rechentechnik zur Verfügung stehen.
In Magdeburg betreibt T-Systems heute schon das größte Rechenzentrum Ostdeutschlands. Mit der Inbetriebnahme des Zwillingsstandortes in Biere im Jahr 2014 will der IT- und Telekommunikationskonzern der weltweit stark steigenden Nachfrage nach Cloud-Diensten nachkommen. Etwa 600 Großkunden nutzen derzeit diese IT-Dienste von T-Systems.
Das neue Rechenzentrum ist auf Energieeffizienz getrimmt. Der Gesamtenergiebedarf soll gegenüber vergleichbaren Rechenzentren um 27 Prozent niedriger liegen. Der Strom für den Betrieb des Rechenzentrums ist klimaneutral.
Die Rechenzentren sorgen auch für neue Arbeitsplätze: In Sachsen-Anhalt beschäftigt die Deutsche Telekom etwa 2.200 Mitarbeiter, darunter nahezu 300 Auszubildende und ist damit fünftgrößter Arbeitgeber im Land. Etwa 750 Mitarbeiter zählt T-Systems im Rechenzentrum in Magdeburg. Mit dem Ausbau zu einem TwinCore-Rechenzentrum sollen 100 neue Arbeitsplätze in Biere und etwa 30 neue Stellen in Magdeburg entstehen.
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