M2M-Lösung ermöglicht Notruf per Knopfdruck:
Schweizer Uhr mit GSM/GPRS-Modul

von Folker Lück (folker.lueck@crn.de)

23.10.2012

Ab sofort ist in Deutschland die weltweit erste Notruf-Uhr erhältlich, mit der man auf Knopfdruck Hilfe anfordern kann. Die Notruf-Uhr des Schweizer Unternehmens Limmex ist mit einem GSM/GPRS-Modul von Telit Wireless Solutions ausgestattet.

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In zehn Modellvarianten erhältlich: Limmex-Uhr mit Mobilfunkvertrag. (Herstellerfoto)

Eine ältere Dame auf der Homepage des Unternehmen vermittelt den Produktnutzen mit Humor: »Nach 48 Jahren Erziehung kommt mein Sohn jetzt auf Knopfdruck vorbei«, wird sie zitiert. Das Züricher Unternehmen Limmex hat die weltweit erste Notruf-Uhr entwickelt, mit der zu jeder Zeit von jedem Ort aus Hilfe angefordert werden kann. Nicht nur die Seniorin dürfte das freuen, sondern auch den Mitarbeiter einer Nacht-Tankstelle oder die Joggerin im abendlichen Stadtpark.

Die Uhr ist mit einem Lautsprecher und einem Mikrofon ausgestattet und ermöglicht es, mit einem Knopfdruck eine Telefonverbindung zu einem vorher festgelegten Adressaten aufzubauen, zum Beispiel zu einem Angehörigen, Freund, Arzt oder zu einer Notrufzentrale. Insgesamt können bis zu zehn Rufnummern hinterlegt werden, die nacheinander angerufen werden, bis jemand erreicht wird.

Die Mobilfunkverbindung wird dabei über ein integriertes M2M-Modul des Herstellers Telit Wireless Solutions aufgebaut. Zum Einsatz kommt das GSM/GPRS-Modul »GE865«. Mit Abmessungen von 22 x 22 x 3 mm ist es heute eines der weltweit kleinsten Quad-Band-Module. Damit ist es die passende Lösung für M2M-Anwendungen in Bereichen, bei denen Größe und Bauhöhe kritische Faktoren sind: zum Beispiel bei PDAs, Telematik-Endgeräten oder auch bei Uhren. Die Module sind in BGA-Technik (Ball-Grid-Array) gefertigt, wodurch keine weiteren Systemstecker erforderlich sind.

Für den Betrieb des Notruf-Telefons enthält die Uhr einen wiederaufladbaren Lithium-Polymer-Akku mit 130 mAh. Im Normalbetrieb beträgt die Laufzeit mehrere Monate. Mit einem Ladegerät kann der Akku in maximal zwei Stunden wieder vollständig geladen werden. Darüber hinaus ist für das Uhrwerk eine separate, nicht aufladbare Batterie vorhanden, die eine Lebensdauer von bis zu sechs Jahren hat und von Limmex ausgetauscht werden kann.

Zielgruppe, Preise und Verfügbarkeit

Herzstück der M2M-Uhr: GSM/GPRS-Modul »GE865« von Teilt. (Herstellerfoto)

Aufgrund des Verkaufserfolges in der Schweiz treibt Limmex gegenwärtig die globale Vermarktung der Uhr voran und hat hierzu auch seine Produktionskapazitäten ausgebaut. Aktuell liegen dem Schweizer Unternehmen über 40 internationale Kooperationsanfragen vor. In Deutschland ist die Uhr ab sofort über Fachhändler sowie im Online-Shop [1] des Unternehmen verfügbar. Als Mobilfunk-Partner hat Limmex die Deutsche Telekom gewonnen und als Service-Partner das Deutsche Rote Kreuz (DRK), das der führende Anbieter von Notrufsystemen in Deutschland ist.

Die neue Uhr richtet sich unter anderem an Menschen, die im Notfall auf schnelle Hilfe angewiesen sind, zum Beispiel an Personen mit Erkrankungen wie Herzinsuffizienz oder Diabetes oder auch an Senioren, die heute bereits stationäre Notrufsysteme zuhause nutzen. Mit der Notruf-Uhr von Limmex steht ihnen nun eine Lösung zur Verfügung, die keine Mobilitätseinschränkungen mehr mit sich bringt und selbst optisch nicht auffällig ist.

Verfügbar ist die Notruf-Uhr in zehn Modellvarianten ab sofort zu einem Preis ab 449 Euro.

Zur Auswahl stehen folgende Mobilfunk-Vertragsoptionen:

- Vertrag Family mit zehn Telefonnummern nach Wahl: 149 Euro jährlich

- Vertrag Family Plus mit drei Telefonnummern nach Wahl und einer Verbindung zu einer Notrufzentrale des Deutschen Roten Kreuzes, die rund um die Uhr besetzt ist: 249 Euro jährlich.

[1] http://www.limmex.com

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