Schwieriges Umfeld in den Ländern:
Telekom erwartet erst 2014 eine Besserung

von Folker Lück (folker.lueck@crn.de)

17.10.2012

Die Deutsche Telekom rechnet bei ihren europäischen Töchtern und Beteiligungen erst ab 2014 mit einer leichten Verbesserung der Geschäftssituation. Schuld sei das schwierige gesamtwirtschaftliche Umfeld in vielen Ländern.

Den schwachen Ausblick gab die Europachefin des Bonner Konzerns, Claudia Nemat, dem „Handelsblatt“. Derzeit gehe es darum, die Umsatzrückgänge zu verlangsamen. „Das ist uns im ersten Halbjahr auch gelungen, wir haben ihn halbiert. Diesen Kurs wollen wir fortsetzen und 2014 in ganz moderates Wachstum übergehen.“

Um dieses Ziel zu erreichen und Kosten einzusparen, werde es auch weiteren Personalabbau geben, kündigte die Europachefin an. So habe der Konzern gerade erst in Ungarn mit den Gewerkschaften ein Abkommen über 500 Stellen vereinbart, „in Griechenland laufen ebenfalls Gespräche.“ Ein Ausstieg bei der griechischen Tochter OTE, an der die Telekom mit 40 Prozent beteiligt ist, stehe aber nicht zur Debatte, sagte Nemat: „Diese Überlegung stellt sich derzeit nicht. OTE ist profitabel und gewinnt im Mobilfunk Kunden dazu.“

Die Bonner sind vor allem stark in Osteuropa vertreten. In Ländern wie Ungarn, Kroatien, Mazedonien und Griechenland ist der Konzern die Nummer Eins im Festnetz und im Mobilfunk. Dazu gibt es ein Joint-Venture in Großbritannien mit France Telekom, aber auch Töchter in den Niederlanden und Österreich. Die Europasparte ist der drittgrößte Geschäftsbereich des Konzerns nach Deutschland und den USA und erzielte im ersten Halbjahr einen Umsatz von 7,1 Milliarden Euro.

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