Alternativen zu teuren Raumsystemen:
Vidyo macht Videokonferenzen zum Service
Videokonferenzen waren wegen der hohen Kosten lange großen Unternehmen vorbehalten. Auch bei Resellern ist der Vertrieb der traditionellen Raumsysteme nicht besonders beliebt. Mit Software- und Serviceangeboten möchte Newcomer Vidyo Videokonferenzen nun für IT-Systemhäuser attraktiv machen.
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Mario Seefried, Senior Sales Manager Germany bei Vidyo
Videokonferenzen werden zum Service. Während in der Vergangenheit vor allem große finanzstarke Unternehmen die Zielgruppe von Videokonferenzsystemen waren, machen Software- und Serviceangebote Video mittlerweile auch für kleinere Firmen erschwinglich. Komplette Raumsysteme, die schnell sechsstellige Beträge kosten, sind nicht mehr notwendig, um sich mit Kollegen und Geschäftspartnern per Videokonferenz auszutauschen. »Man muss keinen eigenen Raum mit einer Videokonferenzlösung haben«, stellt Mario Seefried, Senior Sales Manager Germany beim Videospezialisten Vidyo, klar. »Eine Videokonferenz als Service steht den Mitarbeitern überall zur Verfügung.« Viele Unternehmen hätten mittlerweile Interesse an mobilen Lösungen. Die etablierten Hersteller hätten auf diese geänderten Nutzungsanforderungen jedoch bislang kaum Antworten.
Der 2005 gegründete Softwarespezialist Vidyo stellt als Alternative zu teuren Raumsystemen, die viele Unternehmen derzeit noch mit dem Thema Videokonferenz verbinden, eine Plattform zur Verfügung, auf der nach Angaben des Herstellers alle vorhandenen Geräte laufen. »Damit bleibt der Kunde flexibel«, erklärt Mario Seefried.
Der deutsche Vertriebschef hat sich nun zum Ziel gesetzt, die Vorteile, die das Videoconferencing-Portfolio von Vidyo bietet, klarer nach außen darzustellen – auch gegenüber dem Channel, denn gerade Reseller sind oft skeptisch wenn es um Videokonferenzen geht. Durch Latenzzeiten und schlechte Qualität der Bilder hätten viele in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen mit dem Thema gemacht, weiß Seefried.
Bei vielen klassischen Systemhäusern ist das Thema Videoconferencing jedoch auch deswegenodt unbeliebt, da sie sich für den Vertrieb der traditionellen Lösungen zusätzliche Fachkenntnisse, etwa für Medien oder Raumausstattung, aneignen müssten. Die Software-Lösungen von Vidyo seien dagegen gerade für IT-Häuser einfach zu installieren, betont Vertriebschef Mario Seefried. »Gerade kleinere Systemhäuser, die bei ihren Kunden die komplette IT machen, haben beim Thema Video oft eine offene Flanke«, gibt er zu bedenken.
Whitelabel-Modell für Partner
Um Partnern den Vertrieb zu erleichtern, bietet Vidyo seinen Resellern unter anderem die Möglichkeit, einen Demo-Account zum Testen anzulegen und Kunden damit die Berührungsängste zu nehmen. »Videoconferencing verkauft man nicht über Powerpoint-Präsentationen, Zahlen und Fakten. Das Thema Video muss man erleben«, weiß Seefried.
Da immer mehr Unternehmen Video als Service nutzen möchten, hat Vidyo vor einigen Wochen zusätzlich ein Whitelabeling-Modell in Deutschland gestartet: Whitelabel-Partner können ihren Kunden Videokonferenzen als Service unter ihrem eigenen Brand anbieten. »Auf diese Weise kann ein Partner seinen Bestandskunden das Thema Videokonferenz besser nahe bringen«, sagt Seefried.
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