Smartphones:
Apple: Untergang trotz Rekordverkäufen?
Wieder einmal sind die aktuellen Jahresergebnisse von Apple einfach nur fantastisch: Über 37 Millionen iPhones wurden verkauft, der Gewinn fast verdoppelt. Doch Marktforscher fürchten, der Zenith der Marke könnte damit schon bald überschritten sein.
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Bei Tablets gibt Apple eindeutig den Ton an (Grafik: Goldmedia Custom Research GmbH)
2011 war – wie üblich – bei weitem das beste Jahr in der Geschichte des Unternehmens Apple. Beispielhaft für das rasante Wachstum war vor allem das letzte Quartal, in dem Apples Gewinn dank eines enorm starken Weihnachtsgeschäftes auf etwas mehr als 10 Milliarden Euro anwuchs. Damit hat Apple im Q4 nicht nur doppelt so viel verdient wie noch im Vorjahreszeitraum – sondern auch mehr das Doppelte des einst uneinholbar scheinenden Riesen Microsoft, beziehungsweise das Vierfache des Internetgiganten Google in diesem Zeitraum. Die Börse reagierte auf diese Nachrichten sofort mit weiteren Käufen, die den Wert des Apple-Papiers um knapp zehn Prozent nach oben hoben.
Einer der wichtigsten Schritte auf dem Weg zu diesem Erfolg war neben dem iPad das neue iPhone 4S, das im Herbst auf den Markt kam und zunächst auf geteilte Reaktionen getroffen war. Wie Konzernchef Tim Cook in einer Telefonkonferenz anlässlich der Veröffentlichung der Betriebsergebnisse bestätigte, waren die starken Verkäufe des 4S im letzten Quartal wesentlich mit verantwortlich dafür, dass Apple auch seinen Absatz an iPhones gegenüber 2010 noch einmal fast verdoppeln konnte und insgesamt rund 37 Millionen Stück verkaufen. Somit scheint es Apples Geschäft bisher nicht ernsthaft geschadet zu haben, dass die Android-Konkurrenz im letzten Jahr in Sachen Stückzahlen, Verbreitung und Apps vorbeiziehen konnte. »Es ist ein Kopf-an-Kopf-Rennen«, gab denn auch Cook zu.
Nahezu konkurrenzlos blieb hingegen auch 2011 wieder Apples iPad mit einem Marktanteil von über 60 Prozent. Auch wenn immer mehr Unternehmen eigene Tablet-PCs auf den Markt bringen, so kommt doch bisher selbst Samsung als engster Verfolger bei weitem nicht an die 15,4 Millionen verkauften Einheiten des iPad 2 heran. Andere Hersteller wie HP und RIM blieben sogar mehr oder minder auf ihren Tablets sitzen und mussten in der zweiten Jahreshälfte mit großen Ausverkaufsaktionen beginnen, um die Lager zu räumen. Bei vollwertigen Rechnern konnte Apple zwar nicht ganz so stark wachsen, wie mit seinen mobilen Lösungen, dennoch wären sämtliche Konkurrenten wohl froh um eine Absatz-Steigerung von rund einem Viertel. Besonders gefragt war dabei offenbar die neue Generation von MacBooks.
Angriff auf Microsoft in den USA
Noch ist der App Store die beliebteste App-Quelle. Doch Android holt weiter auf. (Grafik: Goldmedia Custom Research GmbH)
Interessant an den Ergebnissen von Apple ist neben allen Absatzrekorden auch der anhaltende Trend, dass sich das Geschäft in den USA völlig anders entwickelt als in Europa. Während die mobile Konkurrenz in unseren Breiten stärker wächst und Apple im Business-Bereich nur eine marginale Rolle spielt, ist das Unternehmen in den USA inzwischen auf bestem Wege, Microsoft ernsthafte Konkurrenz in dessen Kerngebiet zu machen.
Mit 5, 2 Millionen verkauften Rechnern ist Apple inzwischen der drittgrößte Computerlieferant in den USA und macht den Windows-PCs zunehmend Druck. In Europa findet sich Apple hingegen nicht einmal unter den Top 10 der Computerhersteller. »Wir könnten nicht zufriedener sein« fasste Cook die Traumergebnisse zusammen. Darüber hinaus habe man ja noch »erstaunliche Produkte in der Hinterhand«, die den Erfolg bei den Kunden auch in Zukunft garantieren sollen. Auch wenn Cook dies nicht präzisieren wollte, gehen Insider davon aus, dass er damit die für dieses Jahr erwarteten TV-Geräte von Apple meinte.
Nahezu konkurrenzlos blieb hingegen auch 2011 wieder Apples iPad mit einem Marktanteil von über 60 Prozent. Auch wenn immer mehr Unternehmen eigene Tablet-PCs auf den Markt bringen, so kommt doch bisher selbst Samsung als engster Verfolger bei weitem nicht an die 15,4 Millionen verkauften Einheiten des iPad 2 heran. Andere Hersteller wie HP und RIM blieben sogar mehr oder minder auf ihren Tablets sitzen und mussten in der zweiten Jahreshälfte mit großen Ausverkaufsaktionen beginnen, um die Lager zu räumen. Bei vollwertigen Rechnern konnte Apple zwar nicht ganz so stark wachsen, wie mit seinen mobilen Lösungen, dennoch wären sämtliche Konkurrenten wohl froh um eine Absatz-Steigerung von rund einem Viertel. Besonders gefragt war dabei offenbar die neue Generation von MacBooks.
Marktforscher: Der Zenith ist für Apple überschritten
In diese Richtung argumentiert auch die im Vorfeld der M-Days vorgestellte Studie »Mobile Monitor 2011«. Sie erklärt einerseits die Stärke des iPhone darin, dass es noch immer die drei wichtigsten Bedürfnisse von Smartphonenutzern am besten adressiere: Eine hohe Usability (Benutzerfreundlichkeit) und ein großes Softwareangebot (App Store), verbunden mit einem ansprechendem sowie haptisch vorteilhaftem Design. Darüber hinaus erreicht Apple laut der Studie auch im After-Sales-Bereich die höchste Zufriedenheitsrate aller Smartphonehersteller, was wiederum dazu führt, dass ein Großteil der Kunden der Marke treu bleiben will. Selbst von den Kunden der anderen Hersteller gab mehr als ein Viertel an, dass sie sich beim nächsten Mal gerne ein iPhone kaufen würden. Ähnlich gute Werte bei den Konkurrenz-Nutzern haben nur HTC (20 Prozent) und Samsung (18).
Dennoch geht die Studie davon aus, dass der Zenith von Apples Erfolg nach dem Rekordjahr 2011 überschritten sein könnte. Vor allem die abgeschottete Apple-Welt rund um iOS und App Store werde mit weiterer Verbreitung von Smartphones zum Problem für Apple werden. Kombiniert mit den hohen Preisen sei deshalb zu erwarten, dass die Konkurrenten Android und Windows Phone mittelfristig als Sieger aus dem Rennen hervorgehen.
Nahezu konkurrenzlos blieb hingegen auch 2011 wieder Apples iPad mit einem Marktanteil von über 60 Prozent. Auch wenn immer mehr Unternehmen eigene Tablet-PCs auf den Markt bringen, so kommt doch bisher selbst Samsung als engster Verfolger bei weitem nicht an die 15,4 Millionen verkauften Einheiten des iPad 2 heran. Andere Hersteller wie HP und RIM blieben sogar mehr oder minder auf ihren Tablets sitzen und mussten in der zweiten Jahreshälfte mit großen Ausverkaufsaktionen beginnen, um die Lager zu räumen. Bei vollwertigen Rechnern konnte Apple zwar nicht ganz so stark wachsen, wie mit seinen mobilen Lösungen, dennoch wären sämtliche Konkurrenten wohl froh um eine Absatz-Steigerung von rund einem Viertel. Besonders gefragt war dabei offenbar die neue Generation von MacBooks.
Direkt Angst muss Apple trotz der düsteren Stimmen aber wohl nicht bekommen. Noch sind dies allerdings lediglich Szenarien der Marktforscher, und mit einer Kriegskasse von knapp 100 Milliarden Dollar hat Apple ausreichend finanziellen Spielraum für fast alle Eventualitäten.
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