AVM Fritz WLAN Repeater 300E im Test:
Grenzenloses WLAN dank AVM Fritz 300E
Ob zuhause oder im Büro – WLANs stoßen schnell an ihre Reichweitengrenzen. Mit dem AVM Fritz WLAN Repeater 300E lässt sich der Aktionsradius des Funk-Netzes jedoch schnell und komfortabel auf die gewünschten Zonen erweitern.
Ob Küchenradio, SAT-Receiver, Tablet-PC oder Notebook [1]: Immer mehr Geräte im Haushalt wollen mit Bits und Bytes aus dem Internet gefüttert werden und holen sich diese über die drahtlose WLAN-Schnittstelle des DSL-Routers.
Allerdings ist die Reichweite eines WLAN-Routers arg begrenzt. Zwar hat sich hier mit dem n-Standard und seiner MIMO-Technik mit mehreren Antennen und Ausbreitungspfaden einiges getan, trotzdem gilt die Regel: Eine konventionelle Etagenwohnung kann man ohne Probleme mit dem WLAN-Router ausleuchten, bei mehreren Etagen oder Stahlbetonwänden geht dem Datenfunk aber immer noch viel zu schnell die Puste aus. Und selbst bei optimaler Ausrichtung des Routers ist letzten Endes meist eine technische Lösung fällig.
Und die kommt in diesem Fall vom Fritzbox-Hersteller AVM in Form eines cleveren Repeaters, der vom Prinzip her recht einfach funktioniert: Das weiße Kästchen im Plug-Format wird in eine freie Steckdose am Rande der Ausleuchtzone des vorhandenen WLAN-Routers gesteckt. Der Repeater 300E empfängt das WLAN-Signal, verstärkt es und sendet es erneut aus. Aber Moment – gab es das nicht schon mal von AVM? Ganz richtig: in Form des Fritz WLAN-Repeaters N/G. Und den gibt es auch nach der Einführung des neuen Fritz WLAN Repeaters 300E immer noch, denn beide Geräte haben einen etwas unterschiedlichen Ansatz.
Während der ältere Bruder mit UKW-Transmitter sowie analogem und digitalem Audioausgang Richtung Multimedia positioniert war, verzichtet der Newcomer auf diese Funktionen und stellt dafür eine Gigabit-Ethernetbuchse an der Unterseite zur Verfügung. Weiterer Unterschied: AVM hat auf das Punktmatrix-Touchdisplay des N/G-Repeaters verzichtet. Bedient wird der 300 E über einen einzigen Taster mit Unterstützung [1] von acht LEDs. Und wie schlägt sich der Fritz WLAN Repeater 300E in der Praxis?
Einfache Installation per WPS
Die Installation gestaltet sich in den meisten Fällen sehr einfach, zumindest wenn der Hauptrouter über die WPS-Push-Button-Methode verfügt. Die Abkürzung WPS steht für Wi-Fi Protected Setup und ist bei allen jüngeren Fritzboxen und den meisten anderen WLAN-Routerm mittlerweile üblich.
Man steckt dabei den Repeater ein, wartet bis dieser gestartet ist und drückt mehrere Sekunden die WPS-Taste, dann wird auch auf dem Router die WPS-Taste betätigt. Nach kurzer Zeit haben sich beide Geräte verbunden und auch ihre Sicherheitsschlüssel vereint.
Nun funken der Router und der Repeater auf demselben Kanal und mit derselben SSID (WLAN-Kennung). Und der WLAN-Repeater arbeitet ganz unauffällig, macht sich nur dadurch bemerkbar, dass man jetzt an Orten surfen kann, wo vorher Funkstille herrschte.
Auch Router, die nicht über WPS verfügen, können mithilfe einer speziellen Software, ersatzweise aber auch manuell, einen Repeater konfigurieren. In beiden Fällen wird der Kunde von AVM aber sehr gut an die Hand genommen.
Ähnlich wie die Fritzbox bringt auch der Repeater ein Konfigurationsmenü für die Feinabstimmung mit. Hier kann man beispielsweise eine andere SSID vergeben oder ein Firmwareupdate anstoßen.
Weitere Besonderheit: Der Repeater kann wahlweise bei 2,5 oder bei 5 GHz betrieben werden. Auch unterstützt er den Nachtmodus; auf Wunsch schaltet er außerdem an individuell definierbaren Zeiten das Funkmodul ab. Das spart Strom und reduziert Strahlung.
Apropos Strom: Auch ohne Nachtschaltung erwies sich der Fritz WLAN Repeater 300E als ausgesprochen asketisch: Im connect-Test beanspruchte er nie mehr als 3 Watt Leistungsaufnahme – ein super Wert.
Einziger Wermutstropfen: Beim Betrieb mit einer Fritzbox 7320 verlor der Repeater häufig und regelmäßig den Kontakt zur Basis – mit einer 7390 funktionierte er hingegen auch unter Last längere Zeit ohne Probleme. Hier scheint AVM an einigen Stellen noch per Firmware an der Kompatibilität schrauben zu müssen. Trotzdem: Einfacher und schneller kann man sein WLAN-Netzwerk nicht erweitern.
Alternativen
Doch es muss nicht immer ein WLAN-Repeater sein: Auf dieser Seite stellen wir Alternativen vor, wie Sie überall im Haus ins Internet kommen.
Kabel-Funk-Kombi
Wer kein Problem hat Strippen zu ziehen, kann beispielsweise ein Ethernetkabel in den ersten Stock verlegen. Dort wird dann ein Accesspoint postiert, der die erste Etage mit WLAN versorgt.
Vorteil: Er liefert im Gegensatz zu Repeatern kein verstärktes Signal, was für maximalen Durchsatz und minimale Verzögerungen sorgt. So wie der TL-WA901ND von TP-Link, ein WLAN-n-fähiger Accesspoint mit Power over Ethernet für rund 56 Euro. Der Accesspoint wird auf Wunsch übers Ethernetkabel mit beiliegendem Injektor mit Strom versorgt.
Daten übers Stromnetz
Mittlerweile hat sich auch die Powerline-Technik etabliert. Über einen Adapter werden die Daten nach dem Router ins Stromnetz innerhalb der Wohnung oder des Hauses eingespeist und dort übertragen.
An einem oder mehreren anderen Adaptern in den Zielräumen wird das Signal „aus der Steckdose geholt“ und wieder in ein Ethernetsignal umgewandelt.
Der Zieladapter kann optional aber auch ein WLAN-Sender sein. In der Abbildung links: das „dLAN 200 AVplus Starter Kit“ von Devolo mit zwei Adaptern für LAN-Anschluss für rund 100 Euro.
Weitere Informationen:
DSL- und TK-Anlagen im Test unserer Schwesterpublikation connect
[1] http://www.connect.de/testbericht/avm-fritz-wlan-repeater-300e-1147612,180.html
[2] http://www.connect.de/testbericht/avm-fritz-wlan-repeater-300e-1147612,180.html
[3] http://www.crn.de/netzwerke-tk/artikel-89439.html
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