Telekommunikationstechniken:
Verizon Communications verbindet Frankfurt und Paris mit 100 GBit/s

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

15.12.2009

Die erste kommerziell verfügbare Telekommunikationsstrecke mit 100 GBit/s Bandbreite ein Europa hat Verizon Communications eingerichtet. Sie verbindet Frankfurt am Main mit Paris.

Die 100-GBit/s-Strecke von Verizon Communications [1] wurde mithilfe von Telekommunikationssystemen des Herstellers Nortel Networks aufgebaut. Nortel hat mittlerweile Insolvenz angemeldet. Den Unternehmensteil von Nortel, der die optischen Netzwerkkomponenten lieferte, hat vor wenigen Wochen Ciena [2] ersteigert.

Das Signal mit 100 GBit/s wird im Verizon-Netz über einen einzigen Kanal übertragen. Die Telekommunikationsfirma entschied sich wegen des hohen Bandbreitenbedarfs zwischen Paris und Frankfurt dafür, eine 100-Gigabit-Verbindung aufzubauen. Die Alternative wären 10 bis 15 Leitungen mit 10 GBit/s oder eine entsprechend kleinere Zahl von 40-GBit/s-Connections gewesen. Dies hätte sich jedoch laut Verizon nicht gerechnet.

Die Entscheidung zugunsten der Systeme von Nortel traf Verizon nach Tests mit Ausrüstung von Alcatel-Lucent, Nokia-Siemens Networks (NSN) und Nortel. Alcatel-Lucent Und NSN haben bis dato noch keine 100-GBit/s-Komponenten, die im kommerziellen Betrieb eingesetzt werden können. Beide wollen entsprechende Systeme im kommenden Jahr auf den Markt bringen.

[1] http://www.verizon.com/
[2] http://www.ciena.com/

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