Mobile Computing: Notebooks:
Studie: Firmen sehen Einsatz privater Notebooks im Unternehmen gerne
Immer mehr Mitarbeiter bringen laut einer Studie von Gartner ihre eigenen Notebooks mit in ihr Unternehmen und setzen sie als primären Arbeitsplatzrechner ein. In Deutschland wird die Zahl solcher halbprivater Rechner in den kommenden 18 Monaten um 40 Prozent steigen.
Man weiß nicht, ob man darüber lachen oder weinen soll: An die 10 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland, den USA und Großbritannien verwenden an ihrem Arbeitsplatz ihre privaten Notebooks. Das hat die Marktforschungsgesellschaft Gartner [1] ermittelt.
Bis Mitte 2010, so Gartner, werde der Anteil der Privat-Notebooks im Firmeneinsatz auf 14 Prozent steigen. In Deutschland liegt die Zuwachsrate bei 40 Prozent, in den USA gar 60 Prozent.
Gerne gesehen: Arbeitnehmer, die ihrprivates Notebook in der Firma als Arbeitsgerät einsetzen.(Foto: Pixelio.de/andrmorl)
Nur in Großbritannien scheint sich die Auffassung, der Beschäftigte möge doch bitte sehr seinen Rechner selbst mitbringen, nicht so recht durchzusetzen. Dort wird eine Steigerung der Quote von nur 15 Prozent erwartet.
Auf der Suche nach Sparpotenzialen
Spitze ist Deutschland, was die Offenheit von Firmen gegenüber dem Einsatz von privatem IT-Equipment betrifft. Immerhin 60 Prozent der befragten Unternehmen gestatten ihren Mitarbeitern, eigene Rechner einzusetzen. In den USA und Großbritannien sind es nur 30 Prozent.
Der Grund dieser Haltung liegt auf der Hand: »Dank der schwierigen Wirtschaftssituation prüfen Firmen alle Möglichkeiten, um Kosten zu sparen«, sagt Annette Jump von Gartner. Dazu gehört der Einsatz von Thin-Client-Systemen und Desktop-Virtualisierung, aber auch von privaten Rechnern.
Virtual Machine mit Business-Umgebung
Um auf den Systemen private Software und Daten von beruflich genutzten zu trennen, setzen Unternehmen auf Virtualisierung. Häufig wird auf dem mobilen Rechner eine Virtual Machine installiert, welche die »Business-IT-Umgebung« enthält.
Laut Gartner sparen Unternehmen dadurch zwischen 9 und 40 Prozent der Anschaffungs- und Unterhaltskosten (Total Cost of Ownership), die sie für ein Firmen-Notebook aufwenden müssten.
Den Herstellern von Rechnern empfiehlt Gartner, diesen Trend aufzugreifen. Sie könnten beispielsweise Programme aufsetzen, die speziell auf Nutzer ausgerichtet sind, die ihre Systeme sowohl zu Hause als auch im Betrieb einsetzen. Ein solches Paket könnte beispielsweise einen erweiterten Support oder spezielle Versicherungen enthalten.
Auch die Rechner selbst sollten mit professionellen Funktionen ausgestattet werden, etwa einer Virtualisierungssoftware oder Anwendungen für die Datensicherung, wie etwa Festplatten-Verschlüsselungsprogrammen.
[1] http://www.gartner.com/
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