Vom Integrated-Access-Device bis zum IP-Telefon:
Cisco setzt auf Provider-IP-Telefonie bei kleinen Unternehmen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

09.12.2009

Mit »Hosted Small Business Communications« bringt Cisco eine vollständige Lösung, damit kleine Unternehmen die IP-Telefonie-Anlage eines Providers von nutzen können. Dabei kann dieser auch Managed-Services einrichten.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

In einer Studie in 2008 erwartet Ovum, dass der Service-Umsatz in 2012 bei kleinen Unternehmen und IP-Centrex am höchsten ist. Letzteres bedeutet, dass die zentrale IP-Anlage beim Provider steht und in der Firma Geräte für WAN-Zugang, Switches und IP-Telefone stehen. Für diese Szenerie mit IP-Centrex sind Firmen mit einer Arbeitsplatzanzahl zwischen 20 und 99 die attraktivste Zielgruppe. Dieses ist für Cisco [1] natürlich auch das Argument, warum es sich für etwa Service-Provider lohnen soll, auf die »Hosted Small Business Communications [2]«-Lösung von Cisco zu setzen.

Mit einem Integrated-Access-Device (IAD) beziehungsweise der »SRP 500 Series« (Services Ready Platforms), der »ESW 500«-Switch-Serie und der  Reihe »SPA 500 Series IP Phone« liefert Cisco alles, ein kleines Unternehmen an die zentrale IP-Anlage eines Providers anbinden kann.

Diese besteht einmal aus der passenden Hardware, die im Unternehmen vor Ort steht. Für den Service-Provider gibt dabei die Hardware »SRP 500 Series [3]« (Services-Ready-Platform), um Managed-Services vor Ort für Daten, Sprache und Sicherheit bereitzustellen. Dazu bietet Cisco einen »Partner Design Support« an, der bei Planung, Installation und Konfiguration hilft. Außerdem gibt es den »Small Business Pro Rapid Replacement Service«, der unter anderem Hardware innerhalb von vier Stunden austauscht und technischen Support bietet.

Zu der Hardware gehören die SRP 500 Series, die »IAD 880/2400 Series« (Integrated-Access-Device), die administrierbaren »ESW 500 Series«-Switches und die »SPA 500 Series«-IP-Telefone.

Die SRP-500-Serie dient dazu, dass der Provider Managed-Services bereitstellen kann. Weiter unterstützt sie SIP, verfügt über eine Stateful-Inspection-Firewall (SPI) und baut IPsec-VPNs auf. Für die Verschlüsselung kommt 3DES oder DES zum Einsatz, die über eine integrierte Hardware erfolgt.

Für den Anschluss von weiteren Netzwerk-Komponenten oder Clients gibt es einen administrierbaren Fast-Ethernet-Switch mit vier Ports. Außerdem arbeitet in den Geräten ein 11n-Access-Point, der im 2,4-GHz-Band funkt. Für den Anschluss von 3G-USB-Modems integriert die Komponente passende Treiber.

Für das Remote-Management beherrscht das Gerät die Standards TR-069 und TR-104. Außerdem lassen sich Konfigurationen als XML-Dateien verteilen.

Das IAD basiert auf Ciscos IOS, unterstützt verschiedene Sprachprotokolle und unterstützt als Netzwerk-Interfaces Fast-Ethernet, DSL, T1/E1, Seriell und Docsis für Kabelnetze. Die ESW-500-Switches gibt es für Fast- und Gigabit-Ethernet mit 8, 24 oder 48 Ports. Sie verfügen über Sicherheitsfunktionen, QoS und Power-over-Ethernet. Außerdem gibt es Uplink-Ports für Glasfaser oder Gigabit-Kupfer. Die IP-Telefone kommen in Varianten mit unterschiedlich vielen Tasten. Sie arbeiten mit High-Definition-Voice (HD) und unterstützen XML-Anwendungen.

[1] http://www.cisco.de
[2] http://www.cisco.com/en/US/netsol/ns1028/networking_solutions_sub_solution.html?POSITION=social+media&COUNTRY_SITE=us&CAMPAIGN=SAMBA&CREATIVE=HSBCommunications&REFERRING_SITE=Social+Media+Release
[3] http://www.cisco.com/en/US/products/ps10500/index.html?POSITION=social+media&COUNTRY_SITE=us&CAMPAIGN=SAMBA&CREATIVE=SRP500&REFERRING_SITE=Social+Media+Release

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