Zahlreiche, neue Leistungsmerkmale:
AVM bringt Fritz Box-Update

von Folker Lück (folker.lueck@crn.de)

27.09.2010

Der Berliner Hersteller AVM bietet für die Fritz Box-Modelle 7390, 7320, 7270 und 7240 ab sofort ein kostenfreies Upgrade an. Die neue Firmware enthält zahlreiche neue Leistungsmerkmale rund um die Bereiche WLAN, NAS, IPv6 und Telefonie.

Zahlreiche Neuerungen erwartet Fritz Box-Nutzer, wenn sie das aktuelle Upgrade für ihre Box herunterladen. Eine neue Benutzeroberfläche informiert rund um Internet, Heimnetz und Telefonie und bietet schnell individuelle Anpassungen. Das kostenfreie Upgrade lässt sich über diese Oberfläche mit wenigen Mausklicks installieren.

Die Benutzeroberfläche der Fritz Box wurde überarbeitet, alle wichtigen Informationen rund um die Fritz Box befinden sich nun direkt auf der Startseite. Angezeigt werden die aktuellen Verbindungen und alle angeschlossenen Geräte wie Computer, Netzwerkspeicher oder Telefone. Auch der Energieverbrauch, die letzten Anrufer oder die aktuellen Telefonbucheinträge werden in der neuen Übersicht angezeigt und stehen mit einem Klick zur Bearbeitung bereit. Wie immer starten Anwender der Fritz Box die Bedienoberfläche durch Eingabe von "fritz.box" im Internetbrowser.

Mit dem neuen WLAN-Gastzugang erhalten Besucher kabellos Zugang zum Internet. Der Gastzugang ist vom WLAN des Heimnetzes vollständig getrennt. So kann ein Besucher im Internet surfen [1], ohne dass der WLAN-Netzwerkschlüssel für das Heimnetz weitergegeben wird. Auch Besucher mit WLAN-fähigen Smartphones erhalten so einfachen Internetzugang.

Als Mediaserver stellt die Fritz Box Fotos, Musik, Filme und andere gemeinsame Dateien im Heimnetz bereit. Neu ist nun der einfache Zugriff mit einem Internetbrowser unter der Adresse „fritz.nas“. Die Dateien können im Browser angesehen und gestartet werden. Der Dateiaustausch zwischen eigenem Computer, internem Speicher, USB-Speicher oder dem Onlinespeicher findet einfach mit der Maus statt. Ebenfalls neu ist die individuelle Freigabe von Speichern oder Ordnern für den Zugriff über das Internet. Und mit dem UPnP-Mediaserver können ab sofort auch Dateien größer als zwei Gigabyte verwendet werden.

DECT-Extras und IPv6-Unterstützung

Mit dem Firmware-Upgrade erhalten auch die DECT-Telefone Fritz Fon MT-F und
MT-D neue Möglichkeiten. Beide Telefone setzen jetzt im Zusammenspiel mit der Fritz Box auf den Full Eco Mode (no emission). Neu ist auch die Bildanzeige von Anrufern bei Fritz Fon MT-F. Dazu kann für oft genutzte Einträge im Fritz Box-Telefonbuch ein eigenes Foto hinterlegt werden. Zusätzlich kann ein individuelles Hintergrundbild ausgewählt werden. Eingegangene E-Mails können zudem ab sofort von beiden Telefonen nicht nur angezeigt, sondern auch beantwortet werden.

Auch die Anwendung Fritz App Fon für Android und iPhone profitiert von neuen Möglichkeiten: Ab sofort ist vom Android-Smartphone (iPhone in Vorbereitung) zum Beispiel der Zugriff auf Anrufliste und Telefonbuch der Fritz Box möglich. Zudem wurde die Anmeldung von Smartphones an der Fritz Box weiter vereinfacht.

Mit dem Upgrade erhält die AVM-Box als eines der weltweit ersten Internetzugangsgeräte eine vollständige Unterstützung für IPv6, der kommenden Version des Internetprotokolls. Damit sind Anwender auf den bevorstehenden Übergang zu IPv6 gut vorbereitet. Fritz Box-Dienste im Heimnetzwerk wie NAS, Druckerserver, Firewall oder DHCP-Server können ebenfalls mit IPv6 eingesetzt werden. Zusätzlich wird mittels der sogenannten 6to4-Technik auch die Nutzung von IPv6 an den herkömmlichen IPv4-Anschlüssen ermöglicht.

Viele weitere Funktionen

Das Upgrade beinhaltet noch eine Vielzahl weiterer neuer Funktionen. So optimiert die neue WLAN-Spektrumanalyse die Kanalauswahl der Fritz Box und vermeidet dabei benachbarte WLAN-Netze und neu auch Babyphones und Videobridges. Mit dem WLAN-Stundenplan erfüllt AVM den großen Kundenwunsch nach einer automatischen Steuerung des Funkbetriebs. Mit wenigen Mausklicks lassen sich unterschiedliche Intervalle für jeden Wochentag einrichten, in denen das WLAN-Netz automatisch angeschaltet wird. Weiterentwickelt wurden auch die Energiespar-Funktionen der Fritz Box. So können jetzt die Zeiten für Werktage und Wochenenden individuell gewählt werden. Und mit DNSsec wurde der neue Standard für mehr Internetsicherheit integriert.

Der direkte Weg zu den neuen Funktionen ist die automatische Updatesuche über die Fritz Box-Benutzeroberfläche. Einfach im Browser »fritz.box« eintippen und dann über »Einstellungen« und »System« nach neuer Firmware suchen, anschließend auf »Firmware-Update jetzt starten« klicken. Die neuen Funktionen stehen ab sofort für die Fritz Box-Versionen 7390, 7320, 7270 und 7240 zum Download bereit. Für die Fritz Box 3270, 7170 und 7112 ist ein Upgrade in Vorbereitung.

[1] http://www.magnus.de/news/avm-stellt-beta-firmware-mit-neuen-funktionen-bereit-965342.html