3D-Navigation:
Navteq macht Google StreetView Konkurrenz
Trotz der hitzigen Diskussionen um Googles Kamerafahrten für StreetView hat jetzt auch die Nokia-Tochter Navteq damit begonnen, Straßenzüge für ein 3D-Kartenprojekt abzulichten. Während in Großbritannien und Frankreich bereits erste Testfahrten unternommen werden, wartet man in Deutschland jedoch lieber noch etwas ab.
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Mit verschiedenen Kameraautos versucht Navteq sein Kartenmaterial zu präzisieren.
Sei Google begonnen hat, mit seinen Kameraautos auch deutsche Innenstädte für den Kartendienst StreetView zu fotografieren, schlagen die Wellen der Aufregung immer höher. Besorgte Bürger sehen ihr Eigenheim durch Einbrecher in Gefahr, aufgebrachte Datenschützer fürchten die schleichende Aufweichung der Privatsphäre. Dabei bekommen viele vor lauter Aufregung und Protest gegen die »Datenkrake« gar nicht mit, dass Google nicht das einzige Unternehmen ist, das derartige Projekte betreibt.
So fährt seit einigen Wochen etwa auch Navteq in einigen Ländern mit Kamerawagen durch die Straßenzüge von Städten. Derzeit sind die Spezialautos der Nokia-Tochter allerdings noch im Testbetrieb unterwegs, vor allem in den Vereinigten Staaten. Doch auch in Europa werden derzeit in Frankreich und Großbritannien schon Straßenzüge Foto-Kartografiert. Schon zum Jahreswechsel will Navteq dann allerdings voll einsteigen und im großen Stil Bilder sammeln. In Deutschland, wo die Proteste gegen StreetView besonders heftig sind, möchte man allerdings erst noch abwarten, wie sich Google und die Datenschützer einigen.
Eigentlich war es nahe liegend, dass Navteq sich früher oder später einem ähnlichen Projekt widmen würde. Ist der Navigationsspezialist doch gleichzeitig auch in Sachen Sensoren und Kameras mit sehr viel Know-how ausgestattet und hat damit unter anderem an der Entwicklung der Kameras für die Google-Autos mitgearbeitet. Der entsprechende Navteq-Aufbau beinhaltet sieben Kameras und 64 Laser, die dreidimensionale Bilder mit einer Auflösung von 12 Megapixel schießen können. Genau wie auch Google will das Unternehmen auf den Bildern sensible Informationen wie Nummernschilder oder Gesichter durch Verpixelung ausblenden. Allerdings konzentriert sich Navteq eigenen Aussagen zufolge hauptsächliche auf Innenstädte und Industrie- / Geschäftsviertel. Die Fotos sollen offenbar vor allem dazu verwendet werden, Navigationskarten mit echten Bildinformationen anzureichern. Eine andere Art von Kameras wird zudem dazu eingesetzt, die Fahrspuren zu vermessen und die Detailtreue der Karten zu verbessern.
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