Fusion Garage bringt Tablet:
JooJoo greift das iPad an

von Lars Bube (lbube@weka-fachmedien.de)

26.08.2010

Mit ihrem Tablet »JooJoo« will die Firma Fusion Garage Apples iPad Konkurrenz machen. Auch wenn das Gerät mit Intel Atom Prozessor und Nvidia ION Grafik zwar hervorragend ausgestattet ist, so zeigt es gerade außerhalb des Webs doch noch einige Schwachstellen.

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Garage Fusion hat sein »JooJoo« Tablet als reines Web-Pad konstruiert, lokal können auf dem Gerät keine Apps installiert werden. Dementsprechend nutzt das JooJoo seinen 4 GigaByte großen SSD-Speicher als reines Systemlaufwerk und Cache für das installierte Mini-Linux mit WebKit-Oberfläche. Auch der Zugriff auf lokale Daten wie Fotos, Musik oder PDFs via USB funktioniert noch nicht. Dabei hätte das Tablet mit seinem Intel Atom Prozessor und einem Nvidia ION Grafik-Chipsatz durchaus das Potential für deutlich mehr Einsatzmöglichkeiten. Immerhin liegt die Startzeit dank dieser Minimalausstattung bei unter zehn Sekunden.

Sehr gewöhnungsbedürftig ist anfangs die Steuerung des JooJoo, die über Wischgesten erfolgt. Immerhin erlaubt das Scrollen mit zwei Fingern auch Drag and Drop – eine Funktion, auf die iPad-Besitzer vergeblich gehofft haben. Auf der anderen Seite kann die Billigkonkurrenz dafür nicht zoomen, was bei einigen Webseiten doch mehr als ärgerlich ist. Flash-Inhalte werden zwar grundsätzlich unterstützt und nutzen den ION-Chipsatz, was allerdings noch nicht bei der Wiedergabe funktioniert, so dass beispielsweise HD-Videos nicht ruckelfrei abgespielt werden. Größtes Manko für ein gerät dieser Klasse ist allerdings der Akku, der sich nach nur drei bis vier Stunden surfen verabschiedet und nach einer Steckdose schreit.

PC-Magazin [1]-Redakteur Klaus Länger, der das Tablet im Video vorstellt, hofft bei seinem Fazit auf Nachbesserungen: »Derzeit ist das JooJoo eher ein „Work-in-Progress", Fusion Garage verspricht aber regelmäßige OS-Updates, die fehlende Funktionen nachrüsten, die Bedienung flüssiger machen und auch die deutsche Lokalisierung verbessern.«

[1] http://www.pc-magazin.de/

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