Rechtssicherheit erst zum Jahresende:
United Internet startet De-Mail-Registrierung
Die beiden United Internet-Töchter GMX und Web.de bieten ab sofort eine kostenlose Vorab-Registrierung für die geplante, rechtsverbindliche De-Mail an. Das notwendige Gesetzgebungsverfahren wird nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas de Maizière jedoch erst bis Ende des Jahres abgeschlossen.
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Der heutigen E-Mail fehlen grundlegende Sicherheitsfunktionen wie Verschlüsselung, sichere Identität der Kommunikationspartner und Nachweisbarkeit (Versand-/Zustellnachweise). Mit dem Projekt De-Mail sollen diese Sicherheitsfunktionen einfach nutzbar und damit breit verfügbar werden. Das Bundesministerium des Innern koordiniert das Projekt und schafft mit dem De-Mail-Gesetz die rechtlichen Rahmenbedingungen.
Während das Ministerium aktuell auf »Anregungen der Länder und der Verbände« im aktuellen Gesetzgebungsverfahren wartet und davon ausgeht, dass die nötigen, gesetzlichen Grundlagen bis zum Jahresende 2010 abgeschlossen sind, prescht die United Internet AG vor und bietet ab sofort eine kostenlose Vorab-Registrierung für die neue De-Mail an. Alle Internet-Nutzer können über die beiden Mail-Portale ihre eigenen Namen für eine spätere Freischaltung von De-Mail unverbindlich und kostenlos reservieren. Gleichzeitig bieten GMX und Web.de erstmals auch sogenannte Hybridmail-Lösungen, mit denen sich vom E-Mail-Postfach aus Brief-Dokumente an Empfänger ohne Mailanschluss postalisch zustellen lassen. Ein Service, der inklusive Druck, Kuvert, Porto und Zustellung ab 54 Cent erhältlich ist.
Innenminister dankt der Telekom
Der Bundesminister des Innern übermittelte derweil in einer Pressemitteilung seinen Dank an die Deutsche Telekom und United Internet, da sich beide Unternehmen als künftige De-Mail-Provider »von der ersten Stunde an« im De-Mail-Projekt engagiert hätten. Auch weitere Provider wie der mittelständische Anbieter Mentana Claimsoft, hätten im weiteren Projektverlauf wichtige Anregungen gegeben. Es sei wichtig, dass De-Mail Anbieter-übergreifend der »gemeinsame Nenner« für die zweite Generation der E-Mail werde, so der Bundesinnenminister. Der Bund hofft darüber hinaus, dass die künftigen Gesetzesgrundlagen Raum »für einen lebhaften Markt an Mehrwertdiensten und Zusatzangeboten der einzelnen Anbieter« schaffen.
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