Gastkommentar: Reporting für die Hosentasche:
iPhone-Apps erobern Business Intelligence-Bereich
Mit immer kleineren Arbeitsgeräten und neuen Technologien erobert die »Mobility« zunehmend die Unternehmenswelt. Thomas Hohmann von Actuate fragt sich angesichts der wachsenden »Mobilmachung« geschäftskritischer Anwendungen und Daten, wie etwa im Falle von BI Lösungen als iPhone-Apps, ob dieser Trend mehr Fluch oder Segen für die Geschäftswelt ist.
Keine Beiträge im Forum. » Diskussion starten!
Mobilität ist eines der Schlagworte in der heutigen Welt, dabei spielt es keine Rolle ob es nun um den privaten oder den geschäftlichen Einsatz geht. Der Nutzen liegt im wahrsten Sinne des Wortes auf der Hand und hat sich durch das iPhone zunehmend etabliert.
Für die Geschäftswelt bedeutet dies, dass Mitarbeiter auch unterwegs problemlos auf wichtige Daten zurückgreifen können und kaum mehr ans Büro gebunden sind. Diesen Trend sehen auch die Experten. Das Marktforschungsunternehmen IDC prognostiziert, dass die Zahl der mobilen Mitarbeiter bis 2013 auf rund 1,2 Milliarden ansteigt. Stellt sich die Frage: Ist diese Entwicklung ein Segen oder ein Fluch?
Informationen To Go
Das wachsende Interesse an Mobilität sowie die Erfolgsgeschichte des iPhones hängen sehr eng mit den Apps zusammen. Inzwischen gibt es zahllose Varianten von Softwarelösungen, die das Leben der mobilen Endanwender vereinfachen. Waren sie früher reine Lifestyle-Applikationen, gibt es heute eine Reihe von Apps, die auf den Business-Alltag zugeschnitten sind. Das interessante hierbei: mittlerweile erhalten Apps Einzug in Unternehmensbereiche, die früher strikt an »traditionelle« IT-Infrastrukturen gebunden waren.
Ein Beispiel hierfür ist der Bereich Business Intelligence. Mithilfe von iPhone-Apps wie dem BIRT Mobile Viewer lassen sich Inhalte wie auf dem Desktop und im Web auch auf dem iPhone oder iPad darstellen. iPhone-Besitzer können so von unterwegs Unternehmensinformationen mithilfe von Reports und Dashboards abrufen. Der Clou dabei ist: Anwender können durch einfaches Anklicken von Links und Charts eine detailliertere Sicht auf die darunter liegenden, operativen Daten erhalten. Wie bei Geo-Apps lassen sich auch bei einigen Reporting-Applikationen die Inhalte automatisch im Hochformat oder Querformat anzeigen, je nachdem, wie das Gerät gehalten wird.
Faktor Datensicherheit
Alles überall und jederzeit verfügbar. Dieser Grundsatz der Mobilitätsbestrebungen kann schnell auch zur Datengefahr werden. (Bild: Eray, fotolia.com)
Große Bedenken gelten noch immer bezüglich der Sicherheit von Smartphones. Schließlich sind geschäftskritische Daten auf mobilen Geräten einem besonders hohen Risiko ausgesetzt. Die speziellen Herausforderungen, die sich beim iPhone stellen, müssen von einer strategischen Perspektive angegangen werden. IT-Abteilungen müssen sicherstellen, dass alle Daten, die zwischen den Servern in den Datenzentren und den iPhone- Clients ausgetauscht werden, durch Verschlüsselungsalgorithmen nach Industriestandards geschützt sind. Gerade bei Business Intelligence-Applikationen, die oftmals auf sensible Unternehmensinformationen zurückgreifen, ist das zwingend notwendig. Immerhin können die Geräte verloren gehen, Daten durch schlecht konfigurierte oder unsichere Verbindungen in falsche Hände geraten. IT-Verantwortliche müssen also garantieren können, dass mobil verfügbare Unternehmensdaten vollständig verschlüsselt sind. Bei Business Intelligence-Applikationen werden die Inhalte dabei idealerweise selektiv gemäß definierter Autorisierungsregeln freigegeben, so dass jeder Anwender nur Zugriff auf die für ihn freigegebenen Informationen hat.
Fluch oder Segen?
Alles in allem gilt: Mobile Endgeräte werden immer ausgeklügelter und ermöglichen die Nutzung anspruchsvoller Business-Applikationen auch von unterwegs. Gerade was das Abrufen wichtiger Informationen im Sinne von Reporting- und Business Intelligence-Prozessen angeht, gibt es hier schon massive Fortschritte. Die Marktforscher von Aberdeen haben kürzlich anhand einer Studie belegt: Mitarbeiter mit mobilem Zugriff auf BI-Systeme sind produktiver als Kollegen ohne Zugang. Von einem Fluch kann hier also keine Rede sein. Ob es ein Segen ist, wird sich noch herausstellen. Hauptkriterium hierfür ist die Nutzerakzeptanz – und die ist tendenziell steigend.
*Thomas Hohmann ist Senior Sales Engineer bei Actuate [1] Deutschland.
[1] http://www.actuate.com/ger/home/
- 1. Seite: iPhone-Apps erobern Business Intelligence-Bereich
- 2. Seite: Faktor Datensicherheit
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Acer rockt die Eifel
Rund um den Nürburgring dröhnten einmal nicht die Rennmotoren: Beim Acer Kick-off 2012 brachten stattdessen Bässe und Gitarrensoli die Eifel zum Wackeln. Über 600 Acer-Partner rockten zum Ausklang des Partner-Events im Eifel Stadl zu Live Musik oder ließen sich im Rockstar-Outfit fotografieren.
Die besten Multifunktions-Farblaser ab 300 Euro
Im Gegensatz zu den ultrabilligen Tintenstrahl-Einsteigerdruckern, die oft schon unter 100 Euro zu haben sind, sollte die Investition in einen Multifunktions-Laserdrucker schon etwas besser überlegt sein. Wir sagen Ihnen, welcher Laser sich besonders für welchen Zweck lohnt.
Cisco zurück auf Wachstumskurs
Cisco ist zurück auf der Überholspur. Nach einem radikalen Stellenabbau und einer stärkeren Fokussierung hat der Netzwerkriese im zurückliegenden Quartal sowohl Umsatz als auch Gewinn deutlich ausgebaut.
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
Ist Ihrer auch zu breit?
Die linke Fahrspur ist in vielen Autobahn-Baustellen nur für Fahrzeuge mit maximal zwei Meter Breite zugelassen. Jetzt warnt der ADAC: 67 Prozent der Neuwagenmodelle sind breiter als zwei Meter! Wer nicht nachmisst, riskiert ein Bußgeld.
Chefs versagen im zwischenmenschlichen Umgang
Vielen Führungskräften fehlt es an Empathie im Umgang mit ihren Mitarbeitern und sie erfüllen ihre Aufgaben nicht effektiv. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kommt eine Studie des Beratungsunternehmens Development Dimensions International (DDI).
