Einen falschen Eindruck korrigieren:
Auch für Unternehmen geeignet: Windows Phone 7

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

10.06.2010

Es ist nicht nur ein Gerät für Consumer, das kommende Windows Phone 7. Das hat Microsoft jetzt klargestellt. So gibt es etwa eine enge Integration mit Exchange und Sharepoint.

Als Microsoft [1] ihr kommendes »Windows Phone 7 [2]« der Öffentlichkeit vorgestellt hat, hat sich der Eindruck aufgedrängt: Dieses Gerät ist für Consumer gedacht und hat Unternehmen nichts zu bieten. Es hat den Anschein gehabt, das Microsoft bewegt sich in die Spaßecke. Diesem Eindruck tritt das Unternehmen auf der »TechEd Conference« deutlich entgegen, wie es in dem »Windows Phone Blog [3]« erklärt. Die klare Botschaft lautet: »Windows Phone 7 bedeutet Unternehmenseinsatz.« Microsoft ist sich sehr wohl bewusst, dass 90 Prozent der Anwender, die das Unternehmen anspricht, Smartphones für den Beruf einsetzen. Immer noch 61 Prozent nutzen es mehr beruflich als Privat. Mit dem Smartphone-Betriebssystem trägt Microsoft der Tatsache Rechnung, dass sich die Anforderungen an die Nutzungsoberfläche mit dem Erfolg des iPhones geändert haben. Gleichzeitig ist das Betriebssystem für die Zusammenarbeit mit Exchange und Sharepoint gedacht.

»Windows Phone 7« ist auch gut für den beruflichen Einsatz. (Quelle: Fotolia, Rob Pitman)

Auf der einen Seite betont Microsoft die Office-Komponenten. Windows Phone 7 ist für Word, Excel, Onenote, Powerpoint und Sharepoint gedacht. Hinzu kommt die Unterstützung für E-Mail, Kalender und Adressen. Neben der engeren Integration mit Office und Exchange kommen nun eben Sharepoint und eine Silverlight-Entwicklungsplattform hinzu.

Ein paar interessante Details für den Unternehmenseinsatz nennt der Blog. So ist Microsoft für die Entwicklung des Betriebssystems dem Secure-Development-Lifecycle gefolgt. Über den »SharePoint Workspace«-Client haben Anwender offline Zugang zu Dokumenten, inklusive Synchronisierung.

Viele Sicherheitsfunktionen

Als ein Sicherheitsfeature verkauft Microsoft, dass es keine entfernbaren SD-Karten und keine direkte Verbindung zwischen PC und Smartphone gibt. Außerdem existieren Einstellungen wie Passwort-notwendig, Passwortqualität, Remote-Löschen oder Zurücksetzen auf Fabrikeinstellungen.

Der IE-Mobile soll verhindern helfen, dass Schadcode nicht von Webseiten aus gestartet wird. Die Datenübertragung wird mit SSL verschlüsselt. Applikationen und Inhalte werden überprüft und zertifiziert, bevor sie in den Windows Phone Marketplace einstellt werden dürfen. Über das »Forefront Universal Access Gateway« (UAG) gibt es einen geschützten Zugriff auf Unternehmensressourcen.

Microsoft sieht sehr wohl den Aufwand, den es für Unternehmen bedeutet, von Windows Mobile 6.1 oder 6.5 auf Windows Phone 7 zu wechseln. Allerdings hätten viele Kunden versichert: Sie seien für eine bessere Bedienung und Produktivität bereit, dies auf sich zu nehmen, so der Hersteller in dem Blog.

[1] http://www.microsoft.de/
[2] http://www.windowsphone7.com/
[3] http://windowsteamblog.com/windows_phone/b/windowsphone/

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