Ein IOS-Image für alle ISR-Systeme:
Cisco bringt zweite Generation ihrer Integrated-Service-Router

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

20.10.2009

Mit der zweiten Generation ihrer Integrated-Service-Router-Serien (ISR) erhöht Cisco einmal die Leistung der Systeme. Zum anderen positioniert der Hersteller die Zweigstellen-Lösungen nun auch für Video-Applikationen und Zugriff auf Cloud-Ressourcen.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Die zweite Generation (G2) ihrer Integrated-Service-Router-Serien [1] (ISR) sieht Cisco [2] als Ergänzung des Angebots einer »Borderless Network Architecture« an. Neue Aufgaben sind für den Hersteller einmal der Video-Einsatz in Zweigstellen und der Zugriff auf Cloud-Services. Außerdem hat Cisco einen Schwerpunkt auf die Effizienz gelegt. Lag die Performance bei Services bei der ersten Generation bei bis zu 45 MBit/s, soll sie jetzt bei bis zu 150 MBit/s sein. Weiter gibt es Verbesserungen beim Netzwerk-Prozessor, der Service-Module-Performance, den Onboard-DSPs (Digital-Signaling-Processor) oder den Switch-Modulen. Bei den ISR-G2 gibt es die Serien »3900«, »2900« und »1900«. Diese unterscheiden sich etwa in der Anzahl der Interface-, Service-Module- und PVDM-Slots (Packet-Voice-DSP).

Die »Integrated Service Router«-Serie (ISR) der »3900«-Serie der zweiten Generation (G2) von Cisco soll deutlich leistungsfähiger sein.

Für die ISR-G2 gibt es so genannte »Services Ready Engine«-Module (SRE), auf den Applikationen von Cisco, Drittherstellern oder eigene laufen können. Die Module haben eigene Prozessoren, Memory, Speicher und Netzwerk-Interfaces.

Mit den ISR-G2 kommen nun auch PVDMs in der dritten Generation für die 2900- und 3900-Serie. Sie stellen zwischen 16 und 256 digitale Kanäle für Sprache und Video bereit. Zu den Codes gehören etwa G.711, G.729a/ab, G.722 oder Internet-Low-Bitrate-Codec (iLBC).

Über die »Enhanced EtherSwitch Service«-Module für die 2900er und 3900er erweitert der Administrator die Geräte um Funktionen der »Catalyst«-Serien »3560-E« und »2960«. Sie liefern Strom mittels Ciscos »Enhanced Power over Ethernet«. Sie beherrschen nicht nur Line-Switching und -Routing, sondern erlauben auch die direkte Kommunikation zwischen Service-Modulen. Es gibt sie mit Gigabit- oder Fast-Ethernet und Ebene-2/3- beziehungsweise Ebene-2-Routing.

Als Applikationen für Video sieht der Hersteller Video-Konferenzen, -Überwachung, -Streaming oder digitale Schilder. Dafür beherrschen die DSPs auf den Geräten neben Sprache nun auch Video.

Anstatt einem Netzwerk-Prozessor verwenden die Router nun Multi-Core-Versionen. Die Energiespar-Technology »EnergyWise« arbeitet nun auch pro Slot. Mehr Stabilität kommt dadurch, dass es nun ein Software-Image für IOS gibt, das auf allen ISR-Versionen läuft. Außerdem lässt sich das Motherboard vor Ort für einen Upgrade austauschen.

[1] http://www.cisco.com/en/US/prod/routers/networking_solutions_products_genericcontent0900aecd806cab99.html
[2] http://www.cisco.de/

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