Unified Communications Interoperability Forum:
Allianz für offene UC-Lösungen

von Folker Lück

25.05.2010

Eine neue Non-Profit-Allianz soll für einheitliche Standards im Bereich Unified Communications sorgen. Zu den Gründungsmitgliedern gehören HP, Juniper, Microsoft, Logitech und Polycom. Andere namhafte Anbieter wie etwa Avaya oder Cisco fehlen bislang jedoch.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

InKalifornien haben Vertreter von Hewlett-Packard, Juniper, Logitech/LifeSize, Microsoft und Polycom das Unified Communications Interoperability Forum (UCIF) ((www.ucif.org [1])) gegründet. Dem neuen Interessenverband sind direkt nach der Gründung unter anderem Siemens Enterprise Communications, Broadcom und Plantronics beigetreten. Mit Unternehmen wie Alcatel-Lucent, Avaya und Cisco fehlen bislang jedoch noch namhafte Anbieter.

Die Mitglieder des UCIF sind sich darüber einig, dass eine auf offenen Standards basierende Interoperabilität von entscheidender Bedeutung ist, um die Nutzung von UC-Lösungen in Unternehmen voranzutreiben. Vor diesem Hintergrund wollen die beteiligten Unternehmen zusammenarbeiten, um die Implementierung von UC-Lösungen zu erleichtern und dem Benutzer über unterschiedlichste Medien - vom Handy über den PC bis hin zu Raum-in-Raum Telepresence-Lösungen - ein zuverlässiges und ansprechendes UC-Erlebnis zu bieten.

Um die Lücken zwischen den derzeitigen Kommunikationsprotokollen zu schließen und eine umfassende Interoperabilität zu ermöglichen, wird das UCIF nicht nur auf vorhandene Industriestandards zurückgreifen, sondern auch neue Standards definieren. Neben Anbietern von Hardware- und Softwarelösungen können Service-Provider und Netzwerkbetreiber eine Mitgliedschaft im UCI Forum erwerben.

Interoperabilität ist Pflicht

Jonathan Edwards, Research Analyst bei IDC, wertet das neue Forum als Schritt in die richtige Richtung: »Interoperabilität ist nicht nur eine entscheidende Voraussetzung, um Kunden eine erfolgreiche Implementierung von UC-Lösungen zu ermöglichen, sondern auch von zentraler Bedeutung, wenn es um die Bereitstellung älterer, aktueller und zukünftiger UC-Tools, UC-Services und UC-Infrastrukturen verschiedener Anbieter geht. Beim Versuch, ein gewisses Maß an Interoperabilität zu erreichen, hat man bisher immer auf Lösungen zurückgegriffen, die für den jeweiligen Einzelfall entwickelt wurden, so dass die Kunden nur wenig Gewissheit hatten, ob ihre vorhandenen und zukünftigen Investitionen geschützt waren und tatsächlich den erhofften Nutzen liefern würden«. Durch die jetzt vereinbarte Zusammenarbeit würden die beteiligten Unternehmen einen Beitrag zur branchenweiten Implementierung offener Standards und zur Entwicklung von Programmen leisten, mit denen Anbieter in die Pflicht genommen und die Investitionen von Endkunden geschützt werden könnten, so Edwards.

[1] http://www.ucif.org