Web-Traffice unter der Lupe:
Google produziert den meisten Internet-Verkehr
Nach Daten von Arbor Networks ist Google der weltweit größte Produzent von Internet-Verkehr. An die 6 Prozent des gesamten Traffics, der durch das Web fließt, gehen auf das Konto der Suchmaschine.
Diese Informationen hat Arbor Networks [1] in seinen »2009 Internet Observatory Report« veröffentlicht. Die IT-Sicherheits- und Internet-Analysefirma erstellte die Studie zusammen mit der Universität Michigan und Merit Networks. Untersucht wurden im Lauf der vergangenen zwei Jahre rund 256 Exabyte Internet-Verkehr.
IPv6-Verkehr nimmt seit 2009 zu: Deutlich später als prognostiziert setzt sich Version 6 des Internet-Protokolls zu, so die Daten von Arbor Networks. Vor allem in Asien ist das Protokoll auf dem Vormarsch.
Mit 6 Prozent Anteil ist demnach Google [2] weltweit der größte »Verursacher« von Web-Traffic. Der Suchmaschinen-Betreiber zählt zu den 100 Firmen, die für 60 Prozent des gesamten Internet-Verkehrs verantwortlich sind.
Vor zwei Jahren, so die Studie, verteilte sich das Verkehrsaufkommen auf deutlich mehr Firmen: 2004 erzeugten noch 15.000 Firmen, Behörden und wissenschaftliche Einrichtungen an die 50 Prozent des Web-Datenstroms. Die Zeichen stehen somit auf einer Konsolidierung des Marktes und einer Konzentration auf immer weniger, dafür größere Lieferanten«von Internet-Datenverkehr.
http-Verkehr nimmt zu
Eine ähnliche Entwicklung ist bei den Protokollen zu verzeichnen, die im Internet verwendet werden. Laut Arbor Networks entfallen heute 52 Prozent des Datenstroms auf http-Verkehr. Vor zwei Jahren waren es noch 47 Prozent. Der Anteil von Peer-to-Peer-Protokollen geht dagegen zurück.
Darin, so Arbor Networks, spiegelt sich die Tendenz wider, dass immer mehr Nutzer auf Echtzeit-Streaming-Dienste wie Youtube zurückgreifen. Zwischen 25 und 40 Prozent des gesamten Internet-Traffics entfallen mittlerweile auf Bewegtbilder.
Einnahmen durch Content-Vermarktung
Trotz des wachsenden Datenverkehrs im Internet kommen dagegen auf die Internet-Service-Provider (ISPs) härtere Zeiten zu. Der Grund sind die sinkenden Einnahmen, die sie mit dem Weiterleiten von Traffic und dem Bereitstellen von Bandbreiten erzielen können.
Die Lastspitzen von einigen Anwendungen in den USA: Spiele wie World of Warcraft werden verstärkt ab dem Nachmittag genutzt, dann, wenn die Kids von der Schule nach Hause gekommen sind.
Im Jahr 2003 konnten ISPs noch 120 Dollar pro MBit/s verlangen. Derzeit sind es 12 Dollar, und 2014 sollen gerade noch 1,20 Dollar pro MBit/s herauszuholen sein.
Die ISPs setzen daher verstärkt auf die Vermarktung von Web-Content, Stichwort Online-Anzeigen. Das aber wiederum setzt voraus, dass die Service-Provider enger mit den Produzenten von Inhalten zusammenarbeiten, also etwa Medienkonzernen.
[1] http://www.arbornetworks.com/
[2] http://www.google.de/
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