Access-Points verwenden spezielles Asic dafür:
Cisco will die WLAN-Luft reinigen
Mit »CleanAir« geht Cisco das Problem durch Interferenzen an, die durch Nicht-WLAN-Geräte wie Bluetooth oder Mikrowellen entstehen. Um die Technologie zu nutzen, müssen Unternehmen Access-Points der Serie »Aironet 3500« erwerben.
Störrungen im Wireless-LAN durch Nicht-WLAN-Geräte sind besonders unangenehm: Die Performance sinkt durch Interferenzen, ohne dass sich ein WLAN-Gerät findet, das dafür verantwortlich ist. Zwar gibt es mobile Lösungen, mit denen der Administrator so etwas aufspüren kann. Für größere Netze und eine automatische Überwachung ist dies aber keine Lösung. Nach Aruba Networks stellt nun auch Cisco [1] mit »CleanAir [2]« eine Lösung vor, die auf Access-Points basiert. Cleanair dient dazu, Interferenz-Quellen zu erkennen, zu klassifizieren und zu lokalisieren. Dabei kennt die Lösung die Frequenzmuster von 20 verschiedenen Geräten wie schnurlosen Telefonen, drahtlosen Videokameras, Mikrowellen oder von Bluetooth.
Access-Points der Serie »Aironet 3500« von Cisco spüren mit Hilfe der »AirClean«-Technologie Nicht-WLAN-Störer wie Mikrowellen auf.
Im Gegensatz zu Aruba müssen Unternehmen bei Cisco aber Access-Points (APs) der Serie »Aironet 3500 [3]« kaufen. Bei Aruba ist die Funktion eine Software-Option. Cleanair dagegen verwendet einen speziellen Radio-Asic. Dadurch sollen die 3500er die Luft nach Interferenzen scannen, ohne dass dabei der WLAN-Datenbetrieb beeinträchtigt wird.
Der »Air Quality Index« von Cleanair zeigt auf, wie schwer die Störung durch ein Nicht-WLAN-Gerät ist. Störungen werden meist nicht nur von einem Cleanair-AP erfasst werden. Aus diesem Grund korreliert die Lösung die Ereignisse von verschiedenen Geräten, um keine Doppler zu bekommen.
Für die Lösung hat Cisco auch das Radio-Resource-Management erweitert, um die Anpassung auf solche Störungen zu verbessern. Dabei geht es um eine Art Selbstheilung durch Anpassung von WLAN-Parametern der Access-Points.
Um die Cleanair-Funktionen der APs zu nutzen, integriert Cisco die entsprechenden Funktionen in die Version 7.0 der »Unified Wireless Network«-Software. Diese steckt in dem »Wireless Control System« (WCS), der »3300 Series Mobility Service Engine« (MSE) und den Cisco-Wireless-Controllern. Letztere können nun maximal 500 anstatt 200 APs zentral kontrollieren. Die Preise für die Aironet-3500-Serie liegen zwischen 1095 und 1495 Dollar.
[1] http://www.cisco.de/
[2] http://www.cisco.com/en/US/netsol/ns1070/networking_solutions_package.html
[3] http://www.cisco.com/en/US/products/ps10981/index.html
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