Datacenter-Lösungen:
Computacenter implementiert »virtualisiertes Rechenzentrum«

von Bernd Reder (bernd.reder@networkcomputing.de)

26.04.2010

Vblock 2 heißt ein virtualisiertes Datacenter, über das Compacenter seinen Kunden IT-Services zur Verfügung stellen will. Der Anwender erhält Zugriff auf ein Rechenzentrum mit Komponenten von Cisco, EMC und Vmware.

Mit Vblock 2 hat Computacenter [1] ihre erste »virtuelle Computing-Umgebung« (Virtual Computing Environment, VCE) in Europa implementiert. Das VCE-Konzept wurde von Cisco, EMC und Vmware entwickelt (siehe Beitrag [2]).

Computacenter will damit die IT-Abteilungen von Kunden von Routineaufgaben wie das Aufsetzen und Managen von Servern entlasten.

Die Idee hinter VCE stammt von Cisco, dem Storage-Systemhersteller EMC und dem Virtualisierungsspezialsten Vmware. Die Netzwerkkomponenten und Server steuert Cisco Systems bei (Unified Computing System, UCS), die Storage-Geräte EMC sowie die Virtualisierungssoftware vSphere die EMC-Tochter Vmware.

Hinzu kommen entsprechende Management-Tools. Diese stammen ebenfalls von EMC, speziell der Ionix Unified Infrastructure Manager (UIM).

Ein Vblock in natura: Das Datacenter im Miniaturformat bietet Server- und Storage-Systeme, Netzwerkkomponenten und Virtualisierung auf kleinem Raum.

Server und Speicherressourcen werden bei VCE weitgehend virtualisiert. Dies soll bis zu 90 Prozent der Server und die Hälfte der Storage-Geräte einsparen. Cisco, EMC und Vmware garantieren für den reibungslosen Betrieb dieses »Datacenters in a box« und übernehmen den Support.

Vblock 2 dafür ausgelegt, eine große Zahl von VMs auf kleinstem Raum (Rack-Space) zu unterstützen. Neben Ciscos UCS-Komponenten, unter anderem Nexus-Switches, kommen EMCs Symmetrix-V-Max-Speichersystem und Vmwares vSphere 4 zum Zuge.

Die Komponenten eines Vblock

Zum Vergleich: Vblock 1 unterstützt mittelgroße IT-Umgebungen, in denen voluminöse VMs zum Einsatz kommen. EMC steuert dafür die Clariion-CX4-Storage-Geräte bei.

Vblock 0, das Mitte des Jahres verfügbar sein soll, ist gewissermaßen die Einstiegslösung für kleine Datacenter. Außerdem ist Vblock 0 für Testumgebungen vorgesehen.

Netzwerksysteme und Server stammen auch bei Vblock 0 von Cisco, die Unified-Storage-Architektur von EMC und die Virtualisierungslösung (vSphere) von Vmware.

Entlastung für IT-Abteilung

Computacenter will Vblock 2 dazu verwenden, um Kunden Rechenzentrums-Services wie etwa Server anzubieten. Die Argumentation des Dienstleisters: Die IT-Abteilung von Unternehmen könne Routine-Aufgabe wie das Aufsetzen von Server-Systemen »vergessen« und sich wichtigeren Aufgaben zuwenden.

Zudem soll das Konzept, das im Prinzip dem User eine private Cloud-Computing-Umgebung zur Verfügung stellt, Geld sparen helfen. Die Rede ist von Einsparungen von 30 bis 50 Prozent.

Offiziell will Computacenter seine Vblock-2-Implementierung Interessenten am 21. Mai vorstellen.

[1] http://www.computacenter.de/
[2] http://www.networkcomputing.de/netzwerk/datacenter-infrastruktur/artikel-8437.html