Umfassendes Netzwerk-Portfolio vorgestellt:
HP greift Cisco im Netzwerk an
HP positioniert sich weiter mit Nachdruck gegen den Konkurrenten Cisco. In der neuen Sparte »HP Networking« positioniert Hewlett-Packard nach Abschluss der 3Com-Übernahme die Produkte von Procurve, 3Com, H3C und Tipping Point.
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HP vergößert sein Netzwerk-Portfolio um die 3Com-Marken
Der Wind im Data Center-Markt wird eisiger. Nachdem Cisco [1] im vergangenen Jahr mit der Vorstellung seines Unified Computing-System und der einer eigenen Server-Linie Hewlett-Packard [2] herausgefordert hat, ließ die Antwort des IT-Riesen nicht lange auf sich warten.
Im November kaufte sich HP für 2,7 Milliarden Dollar den Netzwerkspezialisten 3Com, um das eigene Netzwerkgeschäft auszubauen und sich als ernstzunehmende Konkurrenz gegen Branchenprimus Cisco zu positionieren. Dass das Verhältnis der einst engen Partner merklich rauer geworden ist, zeigte sich spätestens im Februar, als bekannt wurde, dass Cisco das Systemintegratoren-Abkommen mit HP, das in diesen Tagen ausläuft, nicht mehr verlängert.
Nach Abschluss der 3Com-Übernahme in der vergangenen Woche integriert HP alle bestehenden Netzwerkprodukte in die neuen Sparte »HP Networking«, die von Marius Haas als weltweitem Chef geleitet wird. »HP Networking« ist Teil des HP-Geschäftsbereichs »Enterprise Servers, Storage und Networking« (ESSN) unter der Leitung von David Donatelli. Unter dem Dach von »HP Networking« vereint der IT-Riese die eigene Netzmarke HP ProCurve sowie die Marken 3Com, H3C und TippingPoint, die sich HP durch die 3Com-Übernahme ins Haus geholt hat.
Cisco-freie Rechenzentren
Das neue Netzwerk-Portfolio von HP setzt sich aus vier Produktfamilien zusammen. Die A-Serie richtet sich vor allem an Großunternehmen, während HP mit der E-Serie den Mittelstand adressieren möchte. Für KMUs, die wert auf einfach zu bedienende Produkte legen, ist die V-Serie gedacht. Die Produkte von 3Coms Sicherheitssparte TippingPoint werden in der S-Serie von HP aufgehen.
HP nutzt sein vergrößertes Portfolio auch gleich, um sein erstes Rechenzentrum ohne Cisco-Komponenten vorzustellen. »Wir sind nicht auf proprietäre Protokolle beschränkt, die vielen in der IT-Branche bekannt sind. Dieses Rechenzentrum ist frei von Cisco-Lösungen«, sagt HP-Vice-President Ken Gray über das neue HP-Rechenzentrum in Houston, Texas. Innerhalb eines Jahres - so der Plan - sollen alle internen HP-Rechenzentren zur Cisco-freien Zone werden.
[1] http://www.cisco.de/
[2] http://www.hewlett-packard.de/
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