Komplexität nicht unterschätzen:
Bei Projekten für Unified-Communications von anderen lernen

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de)

25.09.2009

Unified-Communications-Projekte können sehr umfangreich und komplex werden. AT&T hat aus den Projekt-Erfahrungen mit ihren Kunden fünf Best-Practices zusammengestellt. Diese gehen von einer weit reichenden Vision bis zu übergreifenden Teams.

Unified-Communications (UC) hat zum Ziel, Ablaufe in der Kommunikation im Unternehmen und nach draußen zu beschleunigen und zu vereinfachen. Allerdings verlangen sie einiges an Know-how und Erfahrung, weil Netzwerke, Sprache und Applikationen davon betroffen sind. AT&T [1] hat aus den Erfahrungen von UC-Projekten bei Kunden zusammengestellt, was erfolgreiche Implementierungen gemeinsam haben. Dabei war einmal das Netzwerk bereits für den UC-Einsatz ausgelegt. Zum anderen waren die Unternehmen zwar alle technikbegeistert, hatten aber einen klaren Blick für die Geschäftserfordernisse. Außerdem achteten die Firmen darauf, möglichst - soweit praktisch realisierbar - wenig verschiedene Technologien einzusetzen. Daneben haben sich noch fünf Best-Practices herauskristallisiert: Sie reichen von einer weit reichenden Vision bis hin zu übergreifenden Teams.

Die verschiedenen Elemente von Unified-Communications (Quelle: AT&T)

Auch wenn es sinnvoll ist, zunächst mit einem Teilprojekt zu beginnen, gehört eine weitgehende UC-Vision dazu. Sie hilft, immer wieder das Ganze im Blick zu haben, wenn es darum geht, eine langfristige Strategie zu entwickeln. Denn UC betrifft einmal das Netzwerk. Zum anderen sind viele verschiedene Applikationen und Plattformen involviert. Typischerweise handelt sich bei UC um eine Lösung, bei der viele verschiedene Hersteller beteiligt sind.

Generell gilt diese für jede Art von Applikationen, die in einem Unternehmen eingeführt werden: Es geht auch um die Menschen, die sie einsetzen sollen. Für UC ist das noch viel wichtiger, weil der erfolgreiche Einsatz erfordert, dass die Mitarbeiter die UC-Ideen verstehen und deren Nutzen für sich erkennen. Sonst werden sie wenig bereit sein, für UC ihr Verhalten zu ändern.

Phasengesteuerte Migrationspläne helfen, dass sich bestehende Investitionen in Applikationen, Sprache, Messaging oder andere Infrastrukturen möglichst gut nutzen lassen. Außerdem gilt es, produktspezifische Empfehlungen von Herstellern zu beachten, damit die Lösungen auch die Anforderungen des Unternehmens abdecken.

Die Einführung einer UC-Lösung kann von der IT ausgehen. Aber auch Geschäftseinheiten wollen UC-Möglichkeiten einführen, weil sie ein neues Produkt, Service oder Geschäftsinitiative fördern wollen. Wichtig dabei ist, dass einer den Hut auf hat. Außerdem muss es einen Integrationsplan geben und die Finanzierung gesichert sein.

UC berührt viele verschiedene Technologien. Um diese Komplexität zu beherrschen, ist es wichtig, dass in den Teams Mitarbeiter aus den verschiedenen Bereichen sitzen. Dies hilft auch einen durchgängigen Weg für die Implementierung und Einführung von UC zu finden. Außerdem erleichtert es anschließend den Nutzen gegenüber dem Unternehmen, aber auch Partnern und Kunden zu kommunizieren.

[1] http://www.att.com/business

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