Nicht sehr gut für Texteingaben geeignet:
Touchscreen à la iPad: Wenig Gegenliebe bei Unternehmen
Während bei Touchscreen-Rechner á la iPad gerade Hype sind, werden sie in den nächsten Jahren kaum ihren Weg in die Unternehmen finden. Allerdings wird es eine schleichende Veränderung geben, gerade auch durch Einsatz der Touchscreens in Schulen.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 2)
In Filmen schaut es immer gut aus, wenn die Mitarbeiter mit ein paar Gesten auf Touchscreens Daten bearbeiten. Während dies bei den Consumer gut ankommt, werden solche Geräte wohl nicht so schnell in großer Stückzahl in die Unternehmen kommen. Einer der Gründe dafür liegt in der Schwierigkeit, die Mitarbeiter von Tastatur und Maus wegzubekommen. Etwas anderes dürfte dies nur bei der Generation sein, die nun ins Berufsleben einzusteigt. Ein Zugpferd für die berührungsempfindlichen Bildschirme sind dabei Smartphones.
Gartner [1] geht in einer Studie [2] davon aus, dass in 2015 weniger als 10 Prozent der PCs, die Unternehmen kaufen, sich mit einem Touchscreen nutzen lassen. Ein Grund für diesen langsamen Prozess liegt darin, dass für sehr viele Aufgaben Texteingabe wichtig ist. Dies können Mitarbeiter über Tastatur und Maus sehr effizient erledigen.
Allerdings geht Gartner davon aus, dass Touchscreens bei der jüngeren Generation deutlich beliebter sind. Hier erwarten die Analysten, dass mehr als 50 Prozent der Rechner für Anwender unter 15 Jahren mit einem Touchscreen arbeiten. Diese Geräte haben aber weniger der Arbeit zu tun und kommen mehr für Unterhaltung und Spiele zum Einsatz.
Smartphones fördern Popularität
Touchscreen-Rechner profitieren von der wachsenden Popularität von Smartphones. Wenn diese einen berührungsempfindlichen Bildschirm haben, dann wollen die Nutzer dies auch bei ihrem Rechner nutzen. Das ist einer der Gründe, warum das iPad so viel Aufmerksamkeit bekommt. Die Nutzer kennen das Interface vom iPhone. Mit dem großen Bildschirm des iPads können sie aber noch ganz andere Dinge tun.
Das iPad hat auch Tablet-PCs eine ganz neue Aufmerksamkeit beschert. Gibt es die Geräte schon länger, scheint erst jetzt mit dem iPad ein Durchbruch möglich. Andere Hersteller sind gezwungen, eigene Lösungen zu bringen. So hat HP einen Tablet-PC mit Windows-7 angekündigt. Ein ähnliches Öko-System wie das iPad bringt das »WePad« mit.
Allerdings sind diese Tablet-PCs eher dafür gedacht, Bücher zu lesen, Bilder oder Videos anzuschauen. Damit sind die Tablet-Rechner eher etwas, was zunächst in den Schulen kommt. In den USA sollen in den nächsten fünf Jahren 75 Prozent der Schulen bei ihren Unterstützern nach Touchscreen-Rechnern fragen.
Schleichender Wechsel zu Touchscreen-Rechnern
Lernen die Jugendlichen in der Schule mit den Touchscreens umzugehen, werden sie diese dann auch in der Arbeit nutzen wollen. Dies kann dann zu einem langsamen Wechsel führen. Unternehmen sehen sich dann wegen ihrer Mitarbeiter gezwungen, solche Geräte einzuführen, auch wenn sie deren Nutzen für die Arbeit bezweifeln.
Mit der wachsenden Popularität der Touchscreen-PCs werden auch Entwickler bestehende Applikationen für diese Systeme übertragen. Als erstes Anwendungsgebiet sieht Gartner die grafische Datenanalyse. Nutzer können die Darstellung der Daten direkt auf dem Bildschirm ändern. Hat sich dies erst einmal etabliert, werden andere Anwendungen folgen.
Allerdings wird sich dieser Wandel für Gartner schrittweise vollziehen. Die Analysten sehen keine Killerapplikation, die eine Veränderung über Nacht herbeiführen könnte. Stattdessen werden die Nutzungsinterface schrittweise besser werden, die Hardware-Preise sinken und es mehr Software mit Touchscreen-Bedienung geben.
Wie schon bei anderen Technologien geht der Druck von Consumers aus, die Touchscreens haben wollen, während sich die Unternehmen eher dagegen sperren. Durch den Einsatz in der Schule wird aber die nächste Generation in den nächsten 10 bis 15 Jahren ganz natürlich damit umgehen.
[1] http://www.gartner.com/
[2] http://www.gartner.com/DisplayDocument?ref=clientFriendlyUrl&id=1324125
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