Google integriert Flash in Chrome:
Apple: Promotion von Websites für das iPad

von Werner Veith (werner.veith@networkcomputing.de), Thomas Claburn

06.04.2010

Weil das iPad kein Adobe-Flash kann, muss sich Apple anders behelfen. Ein Schritt dafür ist die Promotion von Websites, die Html5-Videos anstatt von Flash anbieten.

Wie beim iPhone zieht Apple [1] auch beim iPad [2] ein geschlossenes Öko-System auf, bei dem das Unternehmen die vollständige Kontrolle behält. Dies war auch ein Grund, dass Apple beim iPad auf Adobes Flash verzichtet. Leider kommt die Technologie fast überall auf Websites zum Einsatz. Deshalb muss Apple dafür sorgen, dass es mehr Internetseiten gibt, die Html5-Videos anstatt von Flash anbieten. Ein Schritt in diese Richtung ist nun, dass der Hersteller auf seinem Webauftritt solche iPad-verträglichen Seiten [3] auflistet. Über ein Formular lassen eigene, passende Websites melden.

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Allerdings findet sich Youtube nicht auf der Apple-Liste, auch wenn es einen Html5-Video-Player anbietet, der im Safari-Browser arbeitet. Über die Gründe lässt sich nur spekulieren. Youtube gehört Google, das Apple mit ihrem Gang ins Mobile-Phone-Geschäft verärgert hat. Es könnte aber auch sein, dass der Html5-Player nur ein Experiment ist und der Hauptteil der Seiten weiter mit Flash arbeitet.

Eine Web-Site ist dann für das iPad geeignet, wenn sie mit Web-Technologien nach dem W3C-Standard arbeitet. Dies beschreibt Apple in entsprechenden technischen Hinweisen [4]. Es sollen daher keine Plugins zum Einsatz kommen.

Google integriert Flash im Chrome

Im Gegensatz dazu bekennt sich Google bei ihrem »Chrome«-Browser zu Flash. Daher hat das Unternehmen begonnen, die Technologie zu integrieren, wie es im Chrome-Blog [5] beschreibt. Allerdings hat der Suchmaschinenanbieter auch ein großes Interesse daran. Schließlich verwenden die meisten Internet-Anzeigen Flash und Google ist sehr stark auf Online-Anzeigen-Markt.

Als Alternative zu Flash sollen Content-Anbieter Html5-Video, CSS3 und Javascript verwenden. Dabei haben sie den Vorteil, dass iPad-Nutzer keine Ads (Internet-Anzeigen) blockieren oder Streaming-Videos abspeichern können.

Von Apples Zug Flash auszuschließen, profitieren andere Anbieter. So bieten etwa Ansca Mobile [6] und Appcelerator [7] Entwicklungs-Tools für iPad-Apps ohne Flash an. Mit der »Creative Suite 5« (CS5) für Flash reagiert Adobe auf das iPad-Problem. Über den »Packager for iPhone [8]« lassen sich Flash-Applikationen für iPhone, iPod Touch und iPad aufbereiten. Dieser befindet sich aber noch in einem frühen Entwicklungsstadium.

[1] http://www.apple.com/de/
[2] http://www.apple.com/de/ipad/
[3] http://www.apple.com/ipad/ready-for-ipad/
[4] http://developer.apple.com/safari/library/technotes/tn2010/tn2262.html
[5] http://blog.chromium.org/2010/03/bringing-improved-support-for-adobe.html
[6] http://www.anscamobile.com/
[7] http://www.appcelerator.com/
[8] http://labs.adobe.com/technologies/flashcs5/appsfor_iphone/

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