Apple hat schon jetzt mit Lieferengpässen zu kämpfen:
iPad vor Verkaufsstart bereits ausverkauft

von Dr. Joachim Gartz (joachim.gartz@crn.de)

29.03.2010

Das iPad ist noch gar nicht richtig auf dem Markt und schon ein absoluter Topseller. Die erste Auflage des iPad ist schon jetzt komplett vergriffen. Wer jetzt vorbestellt, erhält sein Gerät frühestens am 12. April, neun Tage nach dem Verkaufsstart in den USA.

Schon jetzt ausverkauft: Das iPad von Apple

Übers Wochenende hat Apple den Liefertermin für das iPad auf seiner Bestell-Website geändert. Seit gut zwei Wochen können Kunden in den USA das iPad bei Apple vorbestellen und entweder direkt in einem der Läden abholen oder sich zuschicken lassen. Kunden in Deutschland müssen sich noch etwas länger gedulden: Hier beginnt der Verkauf Ende April. In den USA beginnen die Preise bei 499 Dollar, das Spitzenmodell liegt bei 829 Dollar. Marktforscher gehen davon aus, dass Apple zum Verkaufsstart noch mehr Geräte in Rekordzeit abverkaufen wird, als seinerzeit bei der iPhone-Markteinführung als innerhalb von 74 Tagen eine Million Geräte verkauft wurden.

WePad aus Deutschland macht iPad Konkurrenz

In Deutschland hat indes die Firma Neofonie ein Gerät namens WePad entwickelt, dass sich mit dem iPad einen harten Konkurrenz-Kampf um attraktive Medieninhalte liefern könnte: In Zusammenspiel mit dem »WeMagazine ePublishing Eco System« können Verlage und andere Unternehmen ihre Zeitungen und andere Inhalte auf dem Wepad anbieten.

Im Gegensatz zum iPad beherrscht das Tablet-Gerät Air und Flash von Adobe. Applikationen holen sich Anwender entweder vom »WePad AppStore« oder von Googles »Android Marketplace«. Letztere unterliegt nicht den rigiden Beschränkungen, wie sie Apple beim »iTunes App Store« hat. Bei den Ebooks will das WePad alle frei verfügbaren Formate unterstützen. Hinzu kommt »WeBook« als eigenes Format in diesem Jahr. Apple hat dagegen ein eigenes Format für den »iBook Store«.

Mit einem 11,6 Zoll Bildschirm mit einer Auflösung von 1366 x 768 Pixeln bietet das WePad in der Breite mehr Platz als das iPad. Im WePad steckt ein aktueller Intel-Prozessor »Atom N450 Pineview-M« mit 1,6 GHz. Als Speicher gibt es 16 GByte NAND-Flash. Optional sind auch 32 GByte intern möglich sowie eine SD-Karte mit 32 GByte.

iPad beschert Apple traumhafte Margen

Während die Frage, ob das WePad tatsächlich eine ernsthafte Konkurrenz für das iPad darstellern wird, vorläufig noch offen bleibt, steht dagegen schon jetzt fest, dass das iPad Apple traumhafte Margen bescheren wird: Die Analysten von iSuppli [1]haben den Bleistift gezückt und ausgerechnet, dass das iPad in der Herstellung nur 159 Euro (219 Dollar) kostet. Der Monitor schlägt mit rund 80 Dollar zu Buche, während die CPU nur rund 18 Dollar kosten soll. Bei dem Prozessor handelt es sich um eine Eigenentwicklung von Apple mit ein GHz Taktfrequenz. Die Analysten von iSuppli führen regelmäßig derartige Schätzungen durch und liegen zumeist weitgehend richtig mit ihren Berechnungen. In Deutschland wird das Einstiegsmodell mit 16 GByte voraussichtlich rund 500 Euro kosten.

[1] http://www.isuppli.com/

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