Monitoring-Tool für Social Networks:
»Social Sentry« überwacht Twitter- und Facebook-Aktivitäten
Wie viel Zeit Mitarbeiter mit Twittern oder der Nutzung von Facebook verbringen, erfasst das Tool »Social Sentry« von Teneros. Die US-Firma bietet es als Software-as-a-Service (SaaS) an.
Nicht jeder Arbeitgeber sieht es gerne, wenn seine Mitarbeiter zu viel Zeit damit »verplempern«, ihre Kontakte auf der Social-Networking-Plattform Facebook zu pflegen oder zu twittern. Speziell in den USA gelten diesbezüglich wesentlich härtere Vorgaben als in Europa.
Auf der Konferenz »Demo« stellt die amerikanische Firma Teneros [1] mit »Social Sentry« eine Lösung vor, mit der sich die Aktivitäten der Mitarbeiter auf den beiden Plattformen kontrollieren lassen. Dies dient allerdings nicht nur dazu, die Beschäftigten zu effizienterem Arbeiten zu treiben.
Soziale Netzwerke gelten mittlerweile als Schlupfloch, über das firmeninterne Informationen hinausgeschleust werden, sei es bewusst oder aus Nachlässigkeit. Mit Social Sentry lässt sich ermitteln, welcher Mitarbeiter welche Daten auf welcher Plattform veröffentlicht und wie viel Zeit er damit zubringt.
Nachrichten werden untersucht
Das Tools, das im Rahmen eines SaaS-Modells zur Nutzung angeboten wird, analysiert die Inhalte von Mitteilungen darauf hin, ob darin sensible Informationen enthalten sind. Vergleichbare Lösungen gibt es bekanntlich auch für klassische Kommunikationsformen wie etwa E-Mails.
Die IT-Abteilung beziehungsweise der Sicherheitsbeauftrage eines Unternehmens hat über ein Web-Portal Zugriff auf diese Informationen. Neben Facebook und Twitter lassen sich auch andere Services beobachten, etwa Myspace und Linkedin.
Zumindest in Deutschland dürfte Social Sentry in der vorliegenden Form allerdings nicht ohne weiteres eingesetzt werden. Hier zu Lande gelten, wie erwähnt, strengere Vorschriften in puncto Schutz der Privatsphäre und Datenschutz.
Es ist jedoch vorstellbar, dass Social Sentry in einer entschärften Form zum Einsatz kommen kann. Denn Unternehmen und Behörden befinden sich in einer Zwickmühle: Auf der einen Seite dürfen sich nicht nach Belieben die Kommunikation ihrer Mitarbeiter kontrollieren, auf der anderen müssen sie strikte Compliance-Vorgaben erfüllen. Das schließt auch mögliche Risiken durch die Nutzung von Social-Networking-Dienste durch Mitarbeiter mit ein.
[1] http://www.teneros.com
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