Ohne die Mitarbeiter geht es nicht:
Unified Communications: The Eagle has landed
Die am Unified Communications Trendreport 2009 beteiligten Experten sind sich einig: Unified Communications verbessern die Produktivität nachhaltig und werden daher in Zukunft für immer mehr Unternehmen zu einem entscheidenden Business-Faktor.
Was bei der Mondlandung im Jahre noch Technologie von einem anderen Stern zu sein schien, zieht inzwischen auf breiter Basis in den Unternehmen ein. Bereits 1969 war die gesamte Besatzung der Apollo 11-Mission inklusive der Bodenstationen in Houston und Florida mit Headsets ausgestattet und konnte so barrierefrei kommunizieren. Heute bieten sich zwar ganz neue Hürden wie die Vielzahl unterschiedlicher Kommunikationsgeräte und -Wege, aber auch große Chancen in ihrer Verbindung, wie der von Plantronics initiierte »Unified Communications Trendreport 2009 [1]« zeigt. Das klare Fazit: Unified-Communications (UC) lohnt sich und steigert die Produktivität des gesamten Unternehmens. »Ich bin überzeugt davon, dass sich UC in fast allen Unternehmen platziert, die global aufgestellt sind. Die Tendenz der Kommunikation wird in Richtung Kollaboration und Video-Telefonie gehen.«, so Harald Füssinger, Leiter IT der wenglor sensoric GmbH.
Schon Neil Armstrong telefonierte über ein Headset mit der Bodenstation.
Insgesamt 25 Fachleute vom Hersteller und Anbieter über ITK-Berater bis hin zu Fachjournalisten befassen sich in dem Report intensiv mit den verschiedenen UC-Architekturen, ihrer Bedeutung fürs Business, sowie ihrer Weiterentwicklung und Zukunft. Und die sieht gut aus – darin sind sich alle beteiligten Experten einig.
Auch laut einer aktuellen Erhebung der Marktforscher von Berlecon setzt bereits über die Hälfte der deutschen Unternehmen UC-Lösungen ein, oder hat zumindest eine Umsetzung innerhalb der kommenden zwei Jahre geplant (Vgl. Berlecon Report »Perspektive Unified Communications«, 5/2009). Ein weiteres Viertel beschäftigt sich derzeit intensiv mit den Vor- und Nachteilen einer UC-Strategie für das eigene Geschäft.
Vor- und Nachteile von UC-Lösungen
Unified Communications verspricht den Unternehmen die Bündelung sämtlicher Kommunikationskanäle wie Telefonie (IP, Festnetz, mobil, SMS), Conferencing (Web, Audio, Video), Instant-Messaging und E-Mail in einer gemeinsamen IT-Anwendung. Als die beiden wichtigsten Vorteile daraus nennen 87 Prozent der Unternehmen die Integration verschiedener Unternehmensstandorte und das One-Number-Konzept, bei dem jeder Teilnehmer jederzeit unter derselben Nummer erreichbar ist.
Einschätzung der Vorteile von UC als groß oder sehr groß (Grafik: Plantronics)
Im Zuge der wachsenden Mobilität unter den Arbeitnehmern lassen sich damit die internen und externen Kommunikationswege für alle Beteiligten so einfach und effektiv wie nur möglich gestalten. Aber auch die Verbindung von UC mit geschäftskritischen Anwendungen wie Customer Relationship Management (CRM) oder Enterprise Resource Planning (ERP) wird zu einem immer wichtigeren Faktor, um mit UC Wettbewerbsvorteile zu erlangen. Für rund 40 Prozent sind außerdem Einsparungen bei den Reisekosten ein wichtiges Argument für UC.
Trotz der vielen Vorteile gibt es jedoch auch vielerorts weiterhin Vorbehalte gegen die vereinheitlichte Kommunikation: Insbesondere die technische Komplexität des Themas schreckt viele Unternehmen derzeit noch von einer Umsetzung ab. Für 65,2 Prozent der Befragten ist dies der Hauptgrund für Vorbehalte und Zurückhaltung gegenüber UC-Lösungen, gefolgt vom hohen Beratungsbedarf, der mangelnden Kenntnis geeigneter Anbieter und der Höhe der Investitionen.
Die geringste Rolle bei den Vorbehalten gegen UC spielen Zweifel an der Zukunftssicherheit. In der Frage nach der Zukunft der Business-ITK sind sich die Befragten weitgehend darüber einig, dass die Umrüstung der Unternehmen auf UC-Lösungen weiter voranschreiten wird.
UC funktioniert nicht ohne die Mitarbeiter
Ein akutes Problemfeld bei der Planung und Umsetzung von UC-Lösungen ist derzeit noch die Motivation und Information der Mitarbeiter für diese Technologie. Oft werden ihnen die Vorteile der UC für ihren Bereich nicht oder nicht ausreichend dargelegt. Dabei halten etwa 78 Prozent der Befragten Experten die Verluste durch »Unnötiges Warten auf Informationen von Kollegen« für ein großes oder sehr großes Problem, das durch UC gelöst werden kann.
Diese Punkte schätzen die Befragten als »sehr ausschlaggebend« gegen den Einsatz von Unified-Communications ein. (Grafik: Plantronics)
Ähnliches gilt für eine ineffizienten Team-Koordination und Einschränkungen in der Kundenberatung. Selbst unerwünschte Kommunikationsaufgaben wie die Entgegennahme von Anrufen für Kollegen schätzen noch 21,7 Prozent als großes Problem ein, dass mit UC nahezu ausgemerzt werden kann. Der durch UC erzeugte Produktivitätsgewinn ist also durchaus auch für den einzelnen Mitarbeiter spürbar.
Bei den zukünftigen Trends für Unified Communications heben die Experten besonders ein Zusammenwachsen von Fest- und Mobilfunknetzen (Fixed Mobile Convergence, FMC) hervor, sowie eine generelle Migration von Netz- zu IP-Telefonie samt der damit einhergehenden Abrüstung herkömmlicher Kommunikations-Hardware (Telefonanlage) zugunsten hybrider Lösungen (Leitung/IP) oder client-basierter Softphones. »IP-basierte Fixed Mobile Convergence wird sich durchsetzen.
Unified Communications wird ohne Unterbrechung vom Desktop bis zum Handy erfolgen, mit einer Flatrate.«, prognostiziert Kommunikationsexperte Dr.-Ing. T.M. Fleissner. Gerade auch Headsets werden hier immer wichtiger, indem sie tatsächlich einen nahtlosen Übergang zwischen verschiedenen Kommunikationsgeräten erlauben. »The Eagle has landed«.
Mit freundlicher Genehmigung von InformationWeek [2]
[1] http://plantronics.newsroom.eu/files/2009/08/Plantronics_UC-Trendreport-2009.pdf
[2] http://www.informationweek.de/
- 1. Seite: Unified Communications: The Eagle has landed
- 2. Seite: Unified Communications: The Eagle has landed (Fortsetzung)
- 3. Seite: Unified Communications: The Eagle has landed (Fortsetzung)
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