Update:
Apples iPad-Vorverkäufe brechen ein

von Lars Bube (lars.bube@crn.de)

15.03.2010

Nach einem kurzen Run mit über 120.000 vorbestellten iPads in den ersten 24 Stunden, hat sich die Hysterie inzwischen offenbar wieder deutlich beruhigt, und die Vorbestellungen fallen merklich ab. Auf wenig Interesse stieß bisher die Variante mit UMTS / 3G.

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Schon wenige Stunden nach dem Vorverkaufsstart flachte die Kurve wieder deutlich ab. (Grafik: Deagol AAPL Model)

Schon sechs Stunden, nachdem Apple [1] am Freitagmorgen in den USA den Vorverkauf des iPad gestartet hatte, lagen nach Berichten von US-Medien wie »Forbes [2]« über 90.000 Vorbestellungen vor. Bis zum Ende des Tages wuchs die Zahl noch auf eine knappe viertel Million. (siehe: iPad erfreut sich großer Nachfrage [3]).

Obwohl Apple selbst bisher keine Zahlen bekannt gab und die genannten Vorbestellungen weder bestätigen noch dementieren wollte, schossen die Prognosen schnell in die Höhe. Rund fünf Millionen iPads soll Apple demnach in den ersten sechs Monaten absetzen können.

Allerdings flachte der erste Bestell-Boom inzwischen genauso schnell wieder ab, wie er am Freitag losgelegt hatte: Nach den Zahlen des gerade in Apple-Kreisen bekannten bekannten Bloggers und Analysten Daniel Tello [4], auch bekannt als »Deagol«, sind die Vorverkaufszahlen inzwischen schon wieder auf das Niveau vergleichbarer Geräte wie Netbooks gefallen.

»Nachdem das iPad in knapp drei Wochen offiziell verfügbar sein soll, erwarte ich nicht mehr als eine halbe Million Vorbestellungen und Reservierungen.« schreibt Tello.«. Die Schallmauer von einer Million iPads wird Apple nach seiner Schätzung etwa Mitte April durchbrechen.

Bei Akkuausfall bleibt nur der Gerätewechsel

Ob man das iPad wirklich mit zum Bergsteigen nehmen sollte, ist fraglich. Zu demoliert gibt es keinen Austausch mehr bei Akkuversagen. (Bild: Apple)

Tello registriert auch einen deutlichen Unterschied bei den bestellten Austattungsvarianten. Während sich unter den Speicherkapazitäten (16, 32 oder 64GB) das Modell mit 64 GB leicht vom Rest absetzen kann, ist die Differenz bei den Verbindungstypen wesentlich größer: Fast doppelt so viele Kunden haben nach seinem Rechenmodell (basierend unter anderem auf dem Vergleich von Bestellnummern) die Variante nur mit Wi-Fi gewählt, als diejenige mit zusätzlichem UMTS/3G an Bord. Neben dem höheren Preis der 3G-Variante spielt hier auch eine Rolle, dass die Variante mit Mobilfunkanschluss sowieso erst etwas später verfügbar sein soll.

Das dürfte besonders Telekommunikationsunternehmen interessieren, die derzeit überlegen, das iPad mit einem entsprechenden Datentarif unters Volk zu bringen. Auch die Deutsche Telekom soll nach Informationen des iPhoneBlog [5] beispielsweise bereits die Akzeptanz verschiedener Tarifmodelle wie Flatrates auf Tages- und Wochenbasis ermitteln lassen.

Für einigen Unmut sorgt in den Internetforen der Umstand, dass auch das iPad wieder einen fest eingebauten Akku haben soll. Wird dieser mit der Zeit altersschwach, bleibt nichts anderes übrig, als das Gerät komplett austauschen zu lassen. Nach ersten Informationen will Apple im Falle des iPad pauschal 99 Dollar für einen solchen Gerätewechsel nehmen und die Daten über iTunes auf das neue iPad übertragen. Allerdings will man sich dabei auch vorbehalten, zu stark beschädigte Geräte nicht mehr auszutauschen. Was man darunter genau versteht, wird sich erst zeigen müssen. Im Zweifelsfall ist das iPad also lieber erstmal mit »Samthandschuhen« anzufassen.

[1] http://www.apple.com/de/
[2] http://www.forbes.com/
[3] http://www.crn.de/trends/produkte/artikel-80494.html
[4] http://aaplmodel.blogspot.com/
[5] http://www.iphoneblog.de/

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