Geschäftsjahr 2009:
Computacenter bleibt in der Krise stabil

von Ulrike Garlet (ulrike.garlet@crn.de)

11.03.2010

Mit einem leichten Umsatzrückgang und einem deutlich gestiegenen operativen Gewinn hat sich Computacenter im Krisenjahr 2009 gut behauptet. Verbesserte Servicemargen, Kostensenkungen und eine hohe Nachfrage im Netzwerkgeschäft hielten das Ergebnis stabil.

(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)

Keine Beiträge im Forum. » Diskussion starten!

Mit einem Umsatzrückgang von 1,4 Prozent ist Computacenter [1] im Geschäftsjahr 2009 noch einmal glimpflich davongekommen. Insgesamt erzielte der Dienstleistungsriese im zurückliegenden Jahr einen Umsatz 1,03 Milliarden Euro. Der operative Gewinn ist bei dem Systemhaus aus Kerpen um 21,9 Prozent auf 22 Millionen Euro angestiegen. Da der Umsatz des im November 2009 übernommenen Systemhauses Becom nicht in das Ergebnis eingeht, erwartet Computacenter im laufenden Jahr eine deutliche Umsatzsteigerung in Deutschland.

Computacenter führt das stabile Ergebnis unter anderem auf verbesserte Servicemargen, Kostensenkungen und die gestiegene Nachfrage nach Outsourcing-Dienstleistungen zurück. So hat der Dienstleister die Vertragsbasis im Bereich Outsourcing und Managed Services gegenüber dem Vorjahr um 8,4 Prozent gesteigert. Auch das Netzwerkgeschäft ist nach Aussage von Computacenter gut gelaufen.

Distributionsgeschäft in Großbritannien verkauft

»Wir haben unsere Strategie und unser Portfolio in den letzten Jahren systematisch in Richtung Outsourcing- und Managed-Services-Angebote sowie höherwertige Beratungs- und Business-Dienstleistungen ausgebaut. Dadurch können wir heute Lösungen anbieten, mit denen Unternehmen ihre Betriebskosten flexibilisieren und ihre Geschäftsprozesse optimieren können«, erklärt der Vorstandsvorsitzende von Computacenter in Deutschland, Oliver Tuszik. Für das laufende Jahr zeigt sich der Computacenter-Chef verhalten optimistisch. »Wir beobachten aber auch, dass eine Reihe von Unternehmen die Auswirkungen der Krise erst mit Verspätung zu spüren bekommen, was sich voraussichtlich auch auf die IT-Budgets auswirken wird«, gibt Tuszik jedoch zu bedenken. Einen stabileren Trend erwartet deswegen erst Ende des Jahres.

Die gesamte Computacenter-Gruppe beendet das Geschäftsjahr 2009 mit einem Gewinn vor Steuern von 54,2 Millionen Pfund. Das entspricht einem Zuwachs von 25,8 Prozent gegenüber 2008. Der Umsatz der Gruppe ist um 2,2 Prozent auf 2,50 Milliarden Pfund zurückgegangen. Dies sei unter anderem auf die Entscheidung zurückzuführen, in Großbritannien aus dem Distributionsgeschäft zurückzuziehen und den entsprechenden Geschäftsbereich zu verkaufen.

[1] http://www.computacenter.de/