Technik allein ist es nicht:
Desktop-Virtualisierung noch vor dem Abheben
Im Gegensatz zur Server- hat Desktop-Virtualisierung bei den Unternehmen noch nicht Fuß gefasst. Der Druck durch weniger Kosten und mehr Flexibilität wächst aber. Bei Mobile-Computing hat das Thema schon mehr Aufmerksamkeit.
(Fortsetzung des Artikels von Seite 1)
Server-Virtualisierung hat es vorgemacht. Auf weniger Systemen lässt sich mehr Leistung in Form von virtuellen Maschinen bereitstellen. Dies spart Platz im Rechenzentrum und erfordert weniger Energie. Die Virtualisierung der Clients verspricht ebenfalls einige Vorteile. Nach Ansicht des Beratungshauses Centracon steht »die große Welle bei der Client-Virtualisierung« noch bevor. Denn die Unternehmen sind noch mit der Server-Virtualisierung beschäftigt. »Es ist aber eindeutig eine wachsende Sensibilität« für Client-Virtualisierung festzustellen, so Robert Gerhards, Geschäftsführer bei Centracon [1]. Er macht dafür einmal den Druck verantwortlich, Kosten zu senken. Daneben wächst die Notwendigkeit, bei den Clients flexibler und mobiler zu agieren.
Die Anzeichen mehren sich, dass Desktop-Virtualisierung kurz vor dem Abheben steht. (Quelle: Fotolia, Miredi)
Aber bereits jetzt kommt das Thema »Smart Client« in die Unternehmen. Centracon hat beobachtet, dass das einmal im Bereich Mobile-Computing geschieht. Außerdem kommt das Thema hoch, wenn Firmen neue Desktops in Abteilungen, Unternehmensbereich oder Standorten einrichten müssen.
Kern eines Smart-Client-Konzepts sieht Centracon in der Desktop-Virtualisierung. »Über entsprechende Workflows gesteuert, erhalten Mitarbeiter ihren IT-Arbeitsplatz quasi aus der Steckdose«, so Gerhards. Über Self-Services lässt sich hier viel automatisieren.
Entsprechendes Virtualisierungskonzept notwendig
So wenig Server-Virtualisierung ein einfaches Unterfangen ist, gilt das auch für Desktop-Virtualisierung. Gerhards mahnt hier ein »bedarfsgerechtes und mittelfristig angelegtes Virtualisierungskonzept« an. Außerdem muss eine Desktop-Virtualisierung auch in die Unternehmensorganisation integriert werden.
Dabei gilt es alle relevanten IT-Abteilungen einzubinden. Weiter hat das Vorhaben Auswirkungen auf Prozesse und die IT-Organisation. Dies erfordert Veränderungen. Holt ein Unternehmen dabei die Anwender nicht mit ins Boot, kann dies langfristig den Erfolg gefährden. Auch externe Dienstleister müssen berücksichtigt werden.
Um eine gute Entscheidung für eine Desktop-Virtualisierung zu treffen, gehört eine differenzierte Nutzwert-Analyse dazu. Diese zeigt auf, ob sich die gewünschten Effekte so realisieren lassen. Neben dem technischen Aspekt gilt es dabei auch, die organisatorischen Bedingungen und die strategischen Business-Planungen zu berücksichtigen.
[1] http://www.centracon.com/
- 1. Seite: Desktop-Virtualisierung noch vor dem Abheben
- 2. Seite: Entsprechendes Virtualisierungskonzept notwendig
» Newsletter abonnieren
Täglich aktuelle News und Hintergründe für Fachhändler, ITK-Hersteller, Distributoren und aus der Online-Welt.
» Tipp der Redaktion
Die besten System-Tools für Android
Android erlaubt tiefe Eingriffe in das System – und viele Apps nutzen diese Möglichkeit, um die Leistung zu optimieren und dem Nutzer bei der Bedienung seines Smartphones zu helfen. Wir stellen die besten System-Tools für Android vor.
Zwölf Smartphone-Flatrates ab 20 Euro im Vergleich
Mit Yourfone von E-Plus kommt jetzt eine neue Günstig-Flat für Smartphones. Unsere Kollegen von der Connect haben den Neuling mit der etablierten Konkurrenz verglichen.
Ungarn führt Telefonsteuer ein
Weit weniger Spaß als bisher werden die Bürger Ungarns sicherlich künftig beim Telefonieren haben. Als Reaktion auf die Schuldenlast des Landes hat das Parlament die Einführung einer Telefonsteuer beschlossen.
Weitere Artikel
» Bilderstrecken
» Meistgelesene News
So sexy sind Deutschlands Bäuerinnen
Vor kurzem war es wieder soweit: Die Macher des Deutschen Bauernkalenders suchten nach den schönsten Botschafterinnen für die Landwirtschaft. Die ansprechendsten Bewerberinnen kamen zum Casting nach München und Hamburg. Wir zeigen Ihnen die besten Bilder der Vorauswahlen in unserer Bilderstrecke ...
Massenentlassungen bei HP geplant
Der Rückgang der PC-Nachfrage und die Zusammenlegung von PC-und Druckersparte haben einschneidende Konsequenzen für die Mitarbeiter von HP. Es sollen laut Medienberichten 30.000 Mitarbeiter entlassen werden.