Telekommunikations-Outsourcing:
1,3 Milliarden Euro Sparpotential im Mittelstand
Die Zeiten, in denen jedes noch so kleine Unternehmen eine eigene teure Telefonanlage betreiben musste, sind vorbei. Rund 1,3 Milliarden Euro könnten sich die gut zwei Millionen deutschen Mittelständler jährlich sparen, indem sie Telefondienste auslagern und virtuelle, frei skalierbare Anlagen nutzen.
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Die virtuelle Telefonanlage steht beim Dienstleister und ermöglicht es, beliebig viele Nebenstellen anzuschließen. (Bild: nfon)
Obwohl sich der Telekommunikationssektor in den letzten Jahren mit Entwicklungen wie VoIP grundlegend gewandelt hat, setzt der Großteil des deutschen Mittelstandes weiterhin stur auf ihre altbewährten TK-Konzepte. Dabei könnten sich die Unternehmen hier oft schnell und einfach einige Kosten reduzieren, wie jetzt eine Studie des Bonner Telekommunikationsexperten und Wirtschaftsprofessors Dr. Jens Böcker im Auftrag der nfon [1] AG zeigt.
Während in den USA bereits ein Viertel der mittelständischen Unternehmen ihre Telefonanlagen an einen Dienstleister vergibt, fristen die virtuellen Kommunikationszentralen hierzulande noch ein Nischendasein. Rund 1,37 Milliarden Euro ließen sich deshalb nach Böckers Schätzung alleine im deutschen Mittelstand jährlich durch den Einsatz virtueller Telefonanlagen einsparen.
Dennoch zeigt die Studie auch, dass das Thema auch den deutschen Verantwortlichen durchaus bekannt ist. »In unseren Gesprächen haben 82% der Unternehmer das Outsourcing ihrer TK-Anlage für die Zukunft angedacht«, so Prof. Dr. Böcker, der entsprechend von einer Verzehnfachung der virtuellen Telefonarbeitsplätze in deutschen Unternehmen bis 2015 ausgeht.
Allerdings haben die deutschen Mittelständler auch noch einige Vorbehalte gegen outgesourcte Telefonanlagen. Neben den reinen Kosten sind ihnen insbesondere eine hohe Ausfallsicherheit, eine konstant gute Sprachqualität und hohe Datenschutzanforderungen wichtig. Hier sind sich viele noch nicht sicher, ob die Anbieter diese Anforderungen auch erfüllen können. 44 Prozent bezweifeln etwa, dass die Dienstleister ihnen eine ausreichende Ausfallsicherheit und Gesprächsqualität gewährleisten können.
Telefonanlage nach Bedarf
Hier sind also gerade die Anbieter noch gefragt, den Stand der Technik zu kommunizieren und durch Zertifikate und ähnliches zu belegen. So kann nfon hier beispielsweise mit einer Zertifizierung des TÜV Saarland aufwarten, die den Services des Unternehmens »sehr gute Sprachqualität und hohe Ausfallsicherheit« bescheinigt. Auch Praxistests sind ein gutes Argument zur Überzeugung kritischer Stimmen und werden von vielen Verantwortlichen sogar gefordert, bevor eine Lösung gemietet wird.
Dabei liegen die Vorteile einer virtuellen Anlage auf der Hand, wie nfon-Vorstand Jens Blomeyer ausführt: »Mit über 100 Funktionen bietet die TK-Anlage ein Leistungsspektrum, das bislang großen Konzernen vorbehalten war.« Zudem gestatte die Anlage eine buchstäblich grenzenlose räumliche Flexibilität durch die Einbindung anderer Unternehmensstandorte, auch im Ausland, und die vollständige Integration von Mobiltelefonen. Darüber hinaus bietet sich dem Kunden laut der Studie ein Einsparungspotential von bis zu 50 Prozent gegenüber einer herkömmlichen Telefonanlage. Investitionskosten entfallen komplett, da der Kunde mit »Pay per Use« immer nur so viel Telefonanlage zahlt, wie er tatsächlich nutzt.
[1] http://www.nfon.net/
- 1. Seite: 1,3 Milliarden Euro Sparpotential im Mittelstand
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