Sonderfall Smartphones:
Mobiles Internet: Sie können, aber sie wollen nicht
Fast die Hälfte im deutschsprachigen Raum könnte mit dem Handy ins Internet gehen. Trotzdem nutzten die Anwender diese Möglichkeiten nicht aus, so eine Umfrage von Fittkau & Maaß. Kosten und mangelnder Komfort halten die Nutzer davon ab.
Es müsste eigentlich längst zum Fliegen kommen, das mobile Internet. Nach einer Umfrage von Fittkau & Maaß [1] besitzen immerhin 44 Prozent der deutschsprachigen Nutzer ein Mobiltelefon mit einem Internet-Zugang. Hinzu kommen 12 Prozent mit einem Smartphone wie das iPhone oder ein Blackberry. Aber die befragten Anwender interessiert das Internet nicht besonders: Es kommt für sie erst an vierter Stelle mit 24,8 Prozent. Mehr Aufmerksamkeit haben SMS (65,8 Prozent), E-Mails (32,4 Prozent) und das Fotografieren mit 30,1 Prozent. Dies wird sich nach der Umfrage auch in nächster Zeit nicht ändern. Kosten und Komplexität halten die Nutzer vom mobilen Surfen vor allem ab. Lediglich Smartphone-Besitzer verhalten sich hier anders.
Das mobile Internet hat nicht die höchste Präferenz beim mobilen Einsatz. In einer Umfrage von Fittkau & Maaß steht es erst an vierter Stelle.
Fast zwei Drittel der Nutzer (60,3 Prozent) wollen auch im nächsten halben Jahr nicht mobil im Internet unterwegs sein. 27 Prozent schließen eine Nutzung zumindest nicht aus. Unentschlossen sind 7,3 Prozent und lediglich 5,4 Prozent sind sich sicher, dass sie einsteigen wollen.
Es sind die Kosten, die 70 Prozent beim Surfen im Internet fürchten. Hier herrscht also für die Mobilfunkbetreiber Nachholbedarf. Aber auch die Mobiltelefon-Hersteller haben ihre Hausaufgaben noch nicht gemacht. Denn für 44 Prozent ist die Bedienung der Handys schlicht zu unkomfortabel. Dazu gesellen sich 16,6 Prozent, denen das Ganze zu kompliziert ist. Das Thema Sicherheit kommt mit 10,5 Prozent erst an fünfter Stelle.
Lediglich bei den Smartphones gibt es einen Lichtblick in Sachen Internet-Nutzung. Etwa ein Viertel der Anwender gehen hier mindestens mehrmals in der Woche ins Internet, teilweise auch fast täglich. Allerdings seien die Besitzer dieser smarten Geräte, nach Fittkau & Maaß, meist in leitenden Positionen unterwegs. Deswegen dürften hier die Kosten zweitrangig sein. Außerdem lassen sich die Smartphones in der Regel deutlich einfacher bedienen als die sonstigen Handys. Insbesondere das iPhone von Apple hat das vorgemacht.
[1] http://www.fittkaumaass.de/
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