Ungleiche Behandlung gegenüber Skype:
Amerikanische FCC befragt Apple zur Sperre von Google-Voice

von Lars Bube (lars.bube@crn.de), Werner Veith

04.08.2009

Nachdem Apple einige Google-Anwendungen für VoIP-Dienste aus dem AppStore verbannt hat, greift jetzt die amerikanische Telekommunikationsaufsicht FCC ein: In einem Brief bittet die FCC Apple um eine genaue Begründung der Ablehnung und um eine Stellungnahme zur Rolle von Exklusiv-Partner AT&T dabei.

Apple [1] hatte letzte Woche für einige Verwunderung gesorgt, als man bekannt gab: Die Anwendung »Google Voice« (GV) wird nicht in den AppStore aufgenommen, obwohl ähnliche VoIP-Dienste anderer Hersteller wie Skype dort verfügbar sind (wir berichteten [2]). Apple hatte die Software ohne weitere Begründung abgelehnt und gleichzeitig auch andere Tools auf Basis von Googles [3] Voice (GV-Mobile und Voice-Central) wieder aus dem Netz genommen. Dieses Verhalten hat jetzt die amerikanische Telekommunikationsaufsicht FCC (Federal-Communications-Commission) auf den Plan gerufen.

Google-Voice-Konkurrent Skype ist zwar im Appstore vertreten, sorgte damit aber ebenfalls schon für Unmut beim deutschen Partner T-Mobile.

Die FCC fordert in einem Brief von Apple eine eingehende Begründung, wieso die Google-Software abgelehnt wurde. Außerdem soll die Rolle geklärt werden, die der exklusive iPhone-Partner für die USA, AT&T, bei dem Verbot spielt. Durch Tools wie Google-Voice, das VoIP-Dienste über eine einheitliche Nummer erlaubt, gehen den Mobilfunkanbietern Gebühren verloren.

Ähnlich wie viele US-Medien hält es die FCC deshalb für wahrscheinlich, dass AT&T nicht unerheblichen Einfluss auf die ablehnende Entscheidung von Apple hatte. Weder Apple noch AT&T wollten sich bisher zu dem Brief der FCC öffentlich äußern.

Mit freundlicher Genehmigung von Computer Reseller News [4]

[1] http://www.apple.de/
[2] apple-blockiert-voice-over-ip-anwendung-von-google-fuer-das-iphone/
[3] http://www.google.de/
[4] file:///\Fsmun01WVeith$OnlineNews9_08_04ww.crn.de

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