Data-Center-Praxis: Virtualisierung:
Systemhaus virtualisiert Serverfarm bei SAP
Das Systemhaus Huber S-Consulting GmbH hat die Xen-App-Serverfarmen der SAP AG mittels Xen Server virtualisiert. Das Resultat: Die Betriebskosten sanken um 35 Prozent.
Alle Anwender bei SAP [1] erhalten über eine Citrix [2]-Xen-App-Umgebung Zugang zu Applikationen, darunter Microsoft Office und die SAP-Business-Suite. Rund 800.000 Benutzer-Sessions werden derzeit monatlich auf der Serverfarm verzeichnet.
Mit Citrx Xen Server lassen sich in erheblichem Maße physikalische Server-Systeme einsparen.
Mittlerweile umfasst die Citrix-Infrastruktur der SAP AG rund 720 Server. An die 85 Prozent davon befinden sich am Standort St. Leon-Rot, die übrigen verteilen sich auf Rechenzentren in den USA und in Asien.
Bereits vor mehreren Jahren gab es in der IT-Abteilung des Softwarehauses erste Überlegungen, die effizient organisierte Infrastruktur durch die Virtualisierung von Server-Workloads weiter zu optimieren.
»Die damals verfügbaren Technologien boten jedoch aus unserer Sicht noch zu wenig Mehrwert für das Xen-App-Umfeld«, sagt Michael Markl, Global Service Owner, SAP IT Infrastructure Communication Services. »Wir waren daher sehr gespannt, als Citrix mit Xen-Server eine eigene Server-Virtualisierungslösung vorstellte.«
Platinum-Edition von Xen-Server im Einsatz
SAP interessierte sich vor allem für die Möglichkeiten der Xen-Server-Platinum-Edition. Denn die Kombination von Server-Virtualisierung und dynamischem Provisioning passte genau zu den Anforderungen der eigenen Infrastruktur.
Das Rechenzentrum von SAP in St. Leon-Rot: Dort befinden sich 85 Prozent der rund 720 Citrix-Server, die SAP einsetzt.
Um die ersten Eindrücke unter realistischen Bedingungen zu überprüfen, führte die SAP im Sommer 2008 einen Produktivtest mit 25 Servern durch. Die Testergebnisse konnten hier in vollem Umfang bestätigt werden.
Parallel dazu setzte SAP gemeinsam mit dem Citrix-Platinum-Solution-Advisor Huber S-Consulting im einen detaillierten »Business Case« auf. Christian Huber, Geschäftsführer der Huber S-Consulting GmbH [3], berichtet: »In insgesamt 45 Manntagen haben wir das Projekt erfolgreich realisiert. Es ist mittlerweile abgeschlossen.«
Rund 51.000 Client-Systeme involviert
Alle Xen-App-Server wurden auf virtuelle Maschinen migriert, die Anzahl der physischen Server konnte so um rund 70 Prozent reduziert werden. Auf der Client-Seite waren von der Umstellung mehr als 51.000 PCs und Notebooks betroffen.
Zu den Anwendungen, die SAP nutzt, gehört der Zugriff auf Microsoft Sharepoint mittels Citrix-Xen-App.
Xen-Server ermöglicht das effiziente Management der virtualisierten Infrastruktur, das Streaming von standardisierten Workload-Images auf beliebig viele Server und das Verschieben von virtuellen Maschinen im laufenden Betrieb.
Die SAP rechnet damit, dass die Gesamtbetriebskosten für die Infrastruktur durch die Server-Virtualisierung um 35 Prozent sinken. Christian Huber sieht jedenfalls hervorragende Geschäftsperspektiven: »Einige große Unternehmen haben schon ihr Interesse an ähnlichen Projekten signalisiert«.
[1] http://www.sap.de/
[2] http://www.citrix.de/
[3] http://www.hscon.eu/
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