Zentraler und lokaler Ansatz:
7 gute Gründe für Client-Virtualisierung
Nach der Server- kommt die Client-Virtualisierung. Diese hat das Potenzial, die Art und Weise IT-Arbeitsplätze bereitzustellen, komplett zu verändern. Durch die gewonnene Flexibilität, lassen sich etwa Änderungen im Unternehmen schneller umsetzen.
Derzeit haben Unternehmen bei der Virtualisierung eher Server und Storage im Hinterkopf. Dabei lassen sich auch die Desktops virtualisieren und etwa zentral im Rechenzentrum betreiben. Zum anderen können sie aber auch als virtuelle Maschine (VM) auf dem Client arbeiten. Letzteres bietet zwar keinen zentralen Zugriff von überall her, dafür können mobile Mitarbeiter auch offline arbeiten. In jedem Fall bekommt die IT eine große Flexibilität, wie sie IT-Arbeitsplätze bereitstellt. Diese verschafft den Unternehmen wiederum größere Freiheiten, ihre Geschäftsprozesse zu gestalten und sich ändernden Umständen anzupassen. Das Beratungshaus Centracon [1] hat sieben Vorteile identifiziert, die eine Client-Virtualisierung bringt. Dies fängt bei einer freien Arbeitsplatzwahl an und geht hin bis zur individuellen Desktops über einen Service-Konfigurator.
Mit Client-Virtualisierung ist eine freie Wahl des IT-Arbeitsplatzes möglich. (Quelle: Pixelio)
Liegt der Desktop als virtuelle Maschine (VM) auf einem Server im Rechenzentrum, kann der Nutzer über ein Protokoll wie ICA (Citrix) oder RDP von jedem Rechner aus darauf zugreifen. Damit kann der Anwender von jedem IT-Arbeitsplatz im Unternehmen mit seinem persönlichen Desktop arbeiten. Dafür lassen sich auch Thin-Clients einsetzen, was dann wieder Energie spart. Denn nicht nur das Rechenzentrum bietet Potenziale für Green-IT, wie das Analystenhaus Experton festegestellt hat (Network Computing berichtete [2]). Steht dem Nutzer eine geschützte Verbindung etwa über ein VPN im Unternehmen zur Verfügung, kann seinen Desktop auch von Außen etwa im Home-Office nutzen.
Die gewonnene Flexibilität durch die Client-Virtualisierung erleichtert auch die Reorganisation im Unternehmen wie bei neuen Geschäftsbereichen oder Integration anderer Firmen. Es deutlich weniger Aufwand nötig, um dem Anwender seinen passenden Arbeitsplatz bereitzustellen. Dieser Vorteil gilt sowohl für lokale als auch zentrale Client-Virtualisierung.
In Firmen gibt es etwa aus historischen Gründen entstandene Technikinseln in bestimmten Fach- oder Unternehmensbereichen. Mit der Client-Virtualisierung lassen sich auch diese in eine zentrale Verwaltung einbinden.
Unternehmen gestatten es ihren Mitarbeitern teilweise, Laptops auch für private Zwecke zu nutzen. Umgekehrt setzen Anwender ihren persönlichen Rechner auch für berufliche Zwecke ein. Client-Virtualisierung erleichtert es, einen Rechner für private und berufliche Zwecke zu verwenden. Bei einer lokalen Virtualisierung ist es denkbar, eine VM für persönliche und eine für Unternehmenszwecke zu verwenden. Lösungen für solche Ansätze befinden sich in Entwicklung.
Für die IT-Abteilung vereinfacht es sich, Desktops modular bereitzustellen und entsprechend auch abzurechnen. Umgekehrt ist es denkbar, dass Mitarbeiter ihren IT-Arbeitsplatz entsprechend ihren Bedürfnissen über passende Workflows zusammenstellen (User-Self-Service). Dieser lässt sich dann relativ automatisch erstellen. Ein Service-Konfigurator stellt dabei die notwendige Flexibilität bereit. Dabei sorgt er dafür, dass sich nur gewünschte Varianten auswählen lassen, für die es dann auch Support gibt.
[1] http://www.centracon.de/
[2] praxis-nicht-nur-auf-die-stromkosten-im-rechenzentrum-schielen/
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